Ina Oerder ist mit 11 Jahren nach Deutschland gekommen. In ihrem neuen Buch schreibt die Autorin über Familie, Verlust und unbekannte Wesen.
Himmel, Hölle und ElementeLeverkusener Autorin veröffentlicht neuen Fantasy-Roman

Autorin Ina Oerder präsentiert sich stolz mit ihrem neuesten Buch.
Copyright: Ralf Krieger
Familie, Verlust und eine fantasievolle Welt. Darum geht es in Ina Oerders neuestem Buch „Das Echo der Elemente – Erde“. Die Autorin ist mit 11 Jahren aus Moldawien nach Deutschland gezogen. Schon seit ihrer Kindheit hat Oerder gerne geschrieben. „Man sitzt und eine Idee schießt durch den Kopf, dann muss man sie einfach aufschreiben, sonst lässt sie einen einfach nicht los.“, sagt die Autorin im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“ über ihr Hobby.
Ina Oerder erzählt von ihrer Vergangenheit. „Wir führten ein sehr einfaches Leben“, sagt die Autorin. Sie stamme aus einer Arbeiterfamilie, die in den 90er-Jahren nach Deutschland eingewandert ist. Zuerst landete die Familie in Sachsen, von wo sie nach wenigen Monaten nach Köln zog. Seit acht Jahren lebt die Autorin in Leverkusen und arbeitet im Gesundheitswesen.
Damals habe sie Kurzgeschichten geschrieben. „Aus einer Kurzgeschichte wurde dann ein Buch “, erzählt Oerder über ihren ersten Fantasy-Roman, den sie im Alter von 16 Jahren schrieb. Ohne Lektorat und Marketing sei das Buch aber untergegangen, so Oerder und wurde später vom Verlag aus dem Programm genommen. Vielleicht auch ein Grund, warum Ina Oerder heute verlagsunabhängig arbeitet. 20 Jahre lang hat die Autorin nicht mehr an die Geschichte gedacht, die das Buch erzählt. Vor anderthalb Jahren fragte sie sich selbst: „Das Buch ist gut. Was, wenn du es umschreibst?“ Daraus sei dann eine komplett neue Geschichte entstanden.
Aus einem Buch wurde eine Saga
Ursprünglich wollte Oerder ihren ersten Roman einfach nur umschreiben. Doch aus einem Band seien dann fünf geplante Bücher geworden. Eine ganze Saga, die die Autorin in der nächsten Zeit nach und nach veröffentlichen will.
Ihr Roman „Das Echo der Elemente – Erde“ spielt in einer Welt mit drei Dimensionen, Himmel, Hölle und Erde, elementaren Kräften und mythischen Kreaturen wie Engeln und Dämonen. In der Geschichte stehen vor allem Themen wie Verlust, Familie und Freundschaft im Vordergrund.
Nachdem die Familie der Protagonistin stirbt, findet diese eine neue Umgebung, eine „Found Family“ also „Wahlfamilie“, erklärt die Autorin. Im Laufe der Handlung reist sie durch die vier Kontinente der mittelalterlich angehauchten Welt, die Oerder entstehen lässt, und versucht, ihre „verschwundenen Familienmitglieder“ zu finden.
Die Autorin sagt sie sei nicht gläubig, glaube aber daran, dass es Mächte außer dem gibt, was wir sehen. Kreaturen wie Engel sprechen sie total an.
Von der Fantasie besessen
In ihrem Buch gehe es nicht um die Autorin selbst. Dennoch: Sie hat einige Gemeinsamkeiten mit der Protagonistin, vor allem, wenn es um Traumata geht. Auch sie kenne das Gefühl von Einsamkeit, mit dem ihre Roman-Protagonistin umgehen muss.
Ina Oerder ist, wie sie sagt, „besessen“ von Fantasybüchern. Fantasy-Literatur fühle sich wie eine Oase an, in der man sich von alltäglichen Problemen der Welt distanzieren könne.
Mit Blick auf ihr Publikum erklärt Oerder, dass ihr Roman für Menschen ab 16 Jahren geeignet sei. Er sei kein Kinderbuch. Sie habe von Testleserinnen und Testlesern unterschiedlichster Altersgruppen stets gute Rückmeldungen erhalten. Der Roman „Das Echo der Elemente – Erde“ ist seit 2. Februar im Buchhandel erhältlich. Und Fortsetzung folgt: In naher Zukunft will die Autorin den zweiten Band ihrer Fantasy-Saga rausbringen.

