Das Grab des Bayer-Keepers Fredy Mutz auf dem Friedhof Reuschenberg läuft ab. Die Linke will es erhalten.
Frühe Bayer-04-TorwartlegendeLeverkusens Linke will Grab von Fredy Mutz erhalten

Das Grab, in dem der Bayer-04-Torwart Torwart Fredy Mutz liegt
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Als die Bayer-Torwartlegende Fredy Mutz am 23. April 2001 im Fußballtrikot zu Grabe getragen wurde, war selbstverständlich Reiner Calmund dabei. Bei Fußballfans aus der alten Zeit genoss Mutz Heldenstatus. Hunderte Fans, Freunde und Vereinsmitglieder gaben ihm auf dem Friedhof Reuschenberg das Letzte Geleit. Er liegt dort neben seiner Frau Lore.

Der Leichenzug in Reuschenberg bei der Beerdigung von Fredy Mutz, der sich im Vereinstrikot bestatten ließ.
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Jetzt, nach über 20 Jahren, soll sein Grab abgeräumt werden und die Partei Die Linke fordert in einem Ratsantrag, dass der vielleicht bedeutendste Torwart der Leverkusener Bayer-04-Geschichte nicht vom Friedhof getilgt, sondern seine Begräbnisstätte von der Stadt als Ehrengrab erhalten werden soll.
Warum? Sicherlich nicht nur, weil Mutz zu seiner Zeit so bekannt war, dass er dem Kicker 1953 ein Titelbild wert war. Björn Boos hat in seinem Antrag formuliert, dass Mutz 1956 mit Bayer 04 zwar als Vorletzter aus der Oberliga West in die zweite Oberliga abgestiegen ist. Trotz vieler Angebote von zahlungskräftigen Oberliga-Vereinen (Kaiserslautern, Schalke, Köln, Essen) blieb er seinem Verein an der Dhünn aber treu, verzichtete so vielleicht auf einen Titel in seiner Biografie und spielte 528 Spiele für „den Bayer“. Später gründete er die Traditions-Elf des Vereins.
Mutz pfiff also auf den Zaster von der großen Klubs; im heutigen Fußball-Geschäft ist so etwas kaum noch denkbar, ein Stück echter gelebter Fußball-Romantik. Kein Wunder, dass er mit dieser Haltung den Linken gefällt.

