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Gastro-Tipp LeverkusenIm „Nero“ gibt es hausgemachte Pasta mit italienischer Gastfreundschaft

4 min
Silvio Gallo in seinem Restaurant „Nero“.

Silvio Gallo freut sich, im „Nero“ wieder Gastgeber sein zu können.

Nach „Mille Lire“ und „Gallodini“ hat sich Silvio Gallo in Quettingen eine neue, kulinarische Heimat geschaffen.

Silvio Gallo ist schon herumgekommen in der Leverkusener Gastro-Szene. Viele Jahre hat er das Wiesdorfer „Mille Lire“ erfolgreich geführt. 2020 gab er den traditionsreichen Italiener ab, um sich mit Geschäftspartner Mevludin Dzeladini einem anderen Projekt zu widmen: dem „Gallodini“ in der neuen Bahnstadt Opladen mit riesiger Außenterrasse und Veranstaltungsräumen. Dort hat er sich Anfang 2025 offiziell zurückgezogen. „Ich habe gemerkt, dass ich wieder mehr Gastgeber sein möchte“, sagt Gallo. Gäste empfangen, verwöhnen und plaudern, das sei viel mehr seine Leidenschaft, als Geschäftsverwaltung. Nachdem ihm die Gastronomie in den Remisen von Schloss Morsbroich nicht dauerhaft zur Verfügung gestellt wurde, hat er sich nun eine neue gastronomische Heimat geschaffen: In Quettingen, in den Räumen des ehemaligen „Old Montana“ – die allerdings nicht wiederzuerkennen sind.

Was hat es mit dem Restaurant-Namen „Nero“ auf sich?

„Gallo Nero“ – der schwarze Hahn – ist ein beliebter Restaurant-Name in Italien. Ich wollte aber nicht wieder, wie beim „Gallodini“, mit meinem Namen spielen. Also habe ich nur „Nero“ genommen. Und das hat mich dann auch zu der Innenraumgestaltung inspiriert. Das Schwarz wird an verschiedenen Stellen aufgenommen, ergänzt mit Licht.

Was kommt bei Ihnen auf den Teller?

Authentische italienische Küche, ohne Sahne, mit frischen Kräutern. Unser Steckenpferd ist frische, hausgemachte Pasta. Dazu ein paar Fleisch- und Fischgerichte auf der Tageskarte, mir ist eine kleine, aber feine Karte wichtig. Kurzfristig habe ich mich entschieden, doch noch ein paar Pizzen mit aufzunehmen, auch wenn die in einem Ristorante eigentlich nichts verloren haben. Aber wir sind hier in einem Wohngebiet, in dem auch viele Familien wohnen. Da ist mir wichtig, dass jeder etwas findet, womit er glücklich ist: auch vegetarisch, vegan und glutenfreie Pasta. 

Die verschiedenen Pasta-Arten zum Anschauen.

Die verschiedenen Pasta-Arten zum Anschauen.

Was ist das Highlight auf der Karte?

Der absolute Bestseller sind die „Paccheri con Manzo“, frische Pasta mit Rucola, Parmesan und gegrillten Rumpsteakstreifen. Mich hat das zu Beginn ein wenig verwundert, weil es mit 19 Euro das teuerste Pasta-Gericht ist. Aber es zeigt: Die Leute gehen bewusster essen. Vielleicht nicht mehr so häufig, dann wählen sie aber bewusster aus und genießen. Wir haben die Pasta-Karte bewusst unter 20 Euro gehalten, Fleisch- und Fischgerichte sind natürlich teurer, aber so kann jeder auswählen, was für ihn passt.

Was ist das Besondere an ihrem Ristorante?

Das italienische Lebensgefühl: Dolce Vita. Authentisch, freundlich, ehrliche Küche, vernünftiger Service. Wir wollen gute Gastgeber sein, der Kunde ist König. Auch wenn etwas nicht auf der Karte steht: Wenn ich es machen kann, dann mache ich es. Natürlich muss die Qualität stimmen, aber wenn ein Gast persönlich begrüßt wird – entweder von mir, oder von dem Kellner seines Vertrauens –, dann ist das auch sehr viel wert. 

Das „Nero“ ist in den Räumen des ehemaligen „Old Montana“ untergekommen.

Das „Nero“ ist in den Räumen des ehemaligen „Old Montana“ untergekommen.

Eine weitere Besonderheit ist unser „Wohnzimmer“. Das ist ein gesonderter Raum mit einer langen Tafel für bis zu 20 Personen. Ganz gemütlich eingerichtet, eben wie ein Wohnzimmer. Nur mit Bedienung (lacht). Hier machen wir Wine-Tastings oder bewirten Gruppen, die gerne etwas für sich sitzen wollen. 

Was gefällt Ihnen an dem Standort?

Quettingen ist ja echtes Neuland für mich. Letztens hat mir ein Gast erzählt, das sei der am dichtesten besiedelte Stadtteil von Leverkusen. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Fakt ist: Hier hat eine Gastronomie gefehlt. Es kommen viele Menschen, die in der Ecke wohnen und es vermisst haben, zu Fuß in ein Restaurant gehen zu können. Die Lage an der Hauptstraße ist zum einen toll, weil viele Menschen hier vorbeikommen und uns sehen. Andererseits ist die Parkplatzsituation nicht immer ganz einfach. Bislang sind aber immer alle Gäste angekommen, auch viele alte Weggefährten, das freut mich auch immer.

Was planen Sie für die Zukunft?

Das große Projekt für dieses Jahr ist eine kleine Außenterrasse im Innenhof. Dafür braucht es allerdings noch Genehmigungen. Aber im Sommer auch mal draußen sitzen zu können, gehört zum „Dolce Vita“ natürlich dazu. Deswegen möchte ich das sehr gerne machen. Außerdem werden wir weitere Veranstaltungen anbieten, Wine-Tasting mit Tapas zum Beispiel. 


Nero, Lützenkirchener Str. 214, ist geöffnet von Dienstag bis Samstag von 17 bis 22 Uhr, Sonntag von 12 bis 21.30 Uhr. Montag ist Ruhetag. Eine italienische Vorspeisenplatte mit Salami und Käse kostet 11,90 Euro, Bruschetta 8,90 Euro. Tortelli mit Meeresfrüchtefüllung und Hummersoße kosten 17 Euro, ebenso wie die Pizza mit Parmaschinken und Rucola. Für Kinder gibt es auch Paccheri mit Tomatensoße für 7,90 Euro. Tischreservierung per Telefon unter 02171 7057979, per Mail an info@ristorantenero.de oder über die Homepage.www.ristorantenero.de