Die offiziell Amtmännin genannte, frühere Leiterin der Kämmerei, führte die städtischen Finanzen in einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs.
Frühere Leverkusener KämmerinMargit Fucks im Alter von 102 Jahren gestorben

Die frühere Kämmerin Margit Fucks - hier auf einem Archivbild von 1991 - ist gestorben.
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Margit Fucks, städtische Kämmerin von 1959 bis 1984, ist tot. Die frühere leitende städtische Beamtin starb im Mai im Alter von 102 Jahren, wie die Stadt am Freitag mitteilte.
In Fucks' 25-jährige Amtszeit fallen der Bau des Forums, des Klinikums, der Müllverbrennungsanlage, des Wasserturms und der Ostermann-Arena, die damals freilich Wilhelm-Dopatka- oder einfach Rundsporthalle hieß. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sprudelten und so war genügend Geld da, um Großprojekte aus eigener Kraft zu verwirklichen. Außerdem wuchs die Zahl der Einwohner zwischen Ende der 50er und Mitte der 80er Jahre von gut 90.000 auf mehr als 160.000 Menschen, was sich auch im ausgeprägten Siedlungsbau jener Jahre zeigte.
Fucks gestaltete die Stadt zu einer Zeit mit, in der Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft und Verwaltung noch die absolute Ausnahme waren. Dabei blieb Fucks ihrer Stadt immer treu. Schon ihre Ausbildung begann sie 1941 in der damals gerade elf Jahre alten Stadt Leverkusen als Verwaltungslehrling. Im Zuge ihrer Karriere kam dann die Beförderung zur „Amtmännin, weil die Laufbahnbestimmungen zum damaligen Zeitpunkt noch keine weibliche Form der Dienstbezeichnung in der Bes.Gr. A 11 kannte“, wie es in der Mitteilung der Stadt heißt.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel würdigte in einem Kondolenzschreiben an die Familie die Verdienste von Margit Fucks um die Stadt. (ps)