Im Ausschuss gab es einen Diskussion darüber, wie der Betreuungsumfang besser an die Wünsche der Eltern angepasst werden kann.
BeschlussLeverkusener Kitaplätze können jetzt vergeben werden

Kinder schauen in einer Kita ein Buch an
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Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss hat der von der Stadt vorgelegten Betreuungsplatzplanung zugestimmt – damit können Kitaleitungen ab sofort Eltern darüber informieren, ob sie einen Platz an den gewünschten Einrichtungen bekommen, oder nicht.
Lediglich Irina Prüm (Grüne) stimmte gegen die Planung – weil ihr ein Gesamtkonzept fehle, wie die Stadt mehr Plätze in die von Eltern stärker nachgefragte 35-Stunden-Betreuung umwandeln will. „Wir haben zwei Elternbefragungen durchgeführt und kennen den Bedarf. Trotzdem haben wir in diesem Jahr mehr 45-Stunden-Plätze als letztes Jahr.“ Bei den Fakten gibt ihr eine zuvor präsentierte Grafik Recht: In der aktuellen Elternbefragung gaben 44 Prozent der Eltern an, dass sie gerne einen 35-Stunden-Platz hätten. Dagegen sind nur 19 Prozent aller im kommenden Jahr angebotenen Plätze in diesem Stundenumfang. Es dominieren weiterhin die Vollzeitplätze von 45 Stunden (67 Prozent).
Stundenanzahl ändern ist schwierig
„Wir haben versucht, dem entgegenzuwirken“, sagt Sabine Jarosch, stellvertretende Fachbereichsleiterin. In zwei Einrichtungen – der Kita Tempelhofer Straße in Schlebusch und der Kita Heinrich-Lübke-Straße – seien Gruppen in 35-Stunden-Betreuung umgewandelt worden, einmal aus dem 45-Stunden- und einmal aus dem 25-Stunden-Kontingent. „Das ging dort, weil wir sehr viele Kinder hatten, die in die Schule gegangen sind. Dadurch konnte eine ganze Gruppe umgewandelt werden.“ Denn grundsätzlich seien viele Faktoren zu berücksichtigen: Es könnten nicht einzelne Plätze in der Stundenanzahl verändert werden, sondern nur ganze Gruppen. Dadurch verändern sich auch Personalanforderungen und Finanzierungsgrundlagen. Dennoch wolle man weiter daran arbeiten, dem veränderten Betreuungswunsch nachzukommen.
„Natürlich haben wir eine Strategie“, reagiert Dezernent Marc Adomat leicht genervt auf die universelle Kritik von Prüm. Dabei hilft der Stadt der Geburtenrückgang. Schon im kommenden Kita-Jahr sind 380 Kinder weniger zu betreuen, als im aktuellen Jahrgang.


