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Preiserhöhungen vorgesehenKarten für junge Leverkusener werden nicht teurer

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Karten für städtische Kulturveranstaltungen im Forum, hier zuletzt „Power Moves“, sollen teurer werden.

Karten für städtische Kulturveranstaltungen im Forum, hier zuletzt „Power Moves“, sollen teurer werden.

Der Kulturausschuss hat der Verwaltungsvorlage und einem Änderungsantrag der Grünen zugestimmt.

Kinder und Jugendliche sollen von der geplanten und jetzt auch vom Kulturausschuss einstimmig beschlossenen Erhöhung der Kartenpreise für städtische Kulturveranstaltungen nicht betroffen sein. Das gilt sowohl für einzeln gekaufte Tickets als auch für das Abo für Schülerinnen und Schüler. Ebenfalls einstimmig votierte der Ausschuss am Dienstag im Agam-Saal des Forums für den von den Grünen eingebrachten Vorschlag.

Dabei, so erklärte der kulturpolitische Sprecher Andreas Bokeloh, gehe es um den freien Verkauf, denn Kitas und Schulen können Kulturveranstaltungen teilweise ohnehin schon kostenlos besuchen. Außerdem sollen die Eintrittskartenpreise von nun an alle zwei Jahre überprüft werden. Die Kulturpolitiker erhoffen sich davon, dass etwaige Erhöhungen dann im Einzelnen nicht so hoch ausfallen werden.

Zuletzt waren die Kartenpreise zur Spielzeit 2020/2021 erhöht worden, dementsprechend steigen die Kosten für den Besuch einer Kulturveranstaltung im Forum mit der kommenden Spielzeit 2026/2027 um 20 Prozent für Eintrittskarten, die im Kartenbüro gekauft werden, und um zehn Prozent für online erworbene Karten.

Stadt Leverkusen hofft auf 30.000 Euro Mehreinnahmen pro Spielzeit

Arthur Horváth, Fachbereichsleiter Kultur und Stadtmarketing, sprach von einer moderaten Erhöhung. „Mir wäre es natürlich am liebsten, die Ticketpreise sogar senken zu können. Können wir aber nicht“, teilte er im Ausschuss mit. Die Gründe dafür hatte die Verwaltung in der Vorlage bereits ausgeführt: steigende Kosten auf der einen und ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung auf der anderen Seite. Etwa 30.000 Euro Mehreinnahmen erhofft sich die Stadt durch die Erhöhung der Preise. Und man will die Leute dazu bekommen, eher auf den Onlineverkauf zu setzen. Das wiederum könne zu Sparmöglichkeiten im Personal und zu Entlastung im Kartenbüro führen, hatte die Verwaltung in der Vorlage geschrieben. Und ohnehin erlebe man gerade einen Generationenwechsel bei den Käuferinnen und Käufern, so Arthur Horváth.

Derzeit liege der Prozentsatz der Onlineticketverkäufe bei 30 Prozent, der beim Kartenbüro bei 70 Prozent. Und die Menschen, denen es wichtig sei, sich noch persönlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten zu lassen, wolle man auch nicht verlieren. „Wenn wir nur ein digitales Gerät dahin stellen würden, würden wir weniger Tickets verkaufen“, fasst er prägnant zusammen. Trotzdem soll der Fokus mehr auf den Onlineverkauf gelegt werden. „Wir machen den Übergang so vorsichtig wie möglich“, sagte Arthur Horváth.

Andreas Bokeloh nannte die Preiserhöhung „inflationsbereinigt nachvollziehbar“, warf aber auch ein, dass er nicht hoffe, dass dadurch das Publikum wegbleibe. Annegret Bruchhausen-Scholich (CDU)  kritisierte den laut ihr zu hohen Preis für ein Parkticket im Forum von sieben Euro, die zusätzlich zur Karte gezahlt werden müssen. Ein Umstand, der nach eigener Aussage auch Arthur Horváth schon aufgefallen war, und den man sich anschauen wolle. Heike Bunde (SPD) lobte den Grünen-Antrag: Der sei „ein guter Ansatz, damit Kinder und Jugendliche Spaß am Musiktheater bekommen“.