Fazit der WocheLebenswichtige Bestäuber für Erdbeer-Genuss

Imkerin Birgit Neumann zeigt Baudezernentin Andrea Deppe und Manfred Witowski vom Fachbereich Stadtgrün die Bienenkästen. Mit dem Rauch hält sie die Bienen von den Besuchern fern.
Copyright: Ralf Krieger
Leverkusen – Na, heute schon bei einem von diesen Erdbeer-Häuschen angehalten, die zurzeit überall stehen? Und noch zwei Fragen: Was kann dieser Genuss wohl mit der Sauberkeit der Windschutzscheibe auf der Autobahn zu tun haben? Und welche Bedeutung haben ordentlich gestutzte Grünanlagen und Steingärten in diesem Zusammenhang?
Erdbeeren können sich zwar auch selbst bestäuben, aber sollen leckerer sein, wenn etwa Biene diesen Job erledigen. Ob das nun stimmt oder nicht, ist gar nicht von so großer Bedeutung. Wichtiger ist, dass viele Früchte und andere Lebensmittel-Produktionen von der Bestäubung von Insekten abhängig sind.
Auf Insekten angewiesen
Laut Nabu sind von den 107 weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen 91 auf Insekten angewiesen. Schätzungen zufolge würde ein Totalverlust an Bestäubern dazu führen, dass Ernteeinbrüche um bis zu 90 Prozent zu befürchten wären.
Da ist es traurig, wenn die Windschutzscheibe sauberer ist, weil es einfach weniger der geflügelten Tiere gibt. Da bringt es wenig, wenn der Steingarten erst einmal leichter zu pflegen zu sein scheint. So ein Stein liegt nämlich ganz schön schwer im Magen – Insekten mögen sie nicht so gerne.
Liegestuhl ausklappen
Darum ein ganz anderer Tipp fürs Sommerwochenende: Da kaufe ich mir lieber heute ein Schälchen voller Erdbeeren anstatt Unkraut zu zupfen, stelle mir einen Liegestuhl in den Garten und nasche an den Früchtchen, während ich auf die ungewollte Spontanvegetation schaue – ein anderes Wort für Brennnessel, Löwenzahn und Co.
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Dann kann ich es mir nämlich schmecken lassen und viele Insekten auch. Vögel haben auch etwas zu futtern. Und dass mit der Windschutzscheibe bekomme ich auch locker hin. So frisch gestärkt ist sie schnell wieder sauber geputzt.

