Leverkusens marode StadtautobahnZusätzliche Absicherung am Europaring

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Die Stabilität der Stützmauer an der Unterführung des Europarings zur Windthorststraße (links im Bild), muss überprüft werden. Die Verkehrsführung wird dafür geändert.

Leverkusen – Kein Grund zur Panik, aber Anlass, Vorsicht walten zu lassen. So ist das Vorgehen der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) zu verstehen, die an diesem Dienstag die Verkehrsführung auf der Windthorststraße in Küppersteg ändern, um einer Sache auf den Grund zu gehen.

Tunnel Europaring: Seit vielen Jahren eine Baustelle

Der Tunnel des Europarings in Küppersteg ist seit vielen Jahren eine Baustelle. Die Stützwände auf beiden Seiten der vormaligen „Stadtautobahn“ sind seit 2007 mit Stahlstützen zusätzlich gesichert, wofür jeweils eine Fahrspur pro Richtung gesperrt werden musste. Nun sind bei einer Überprüfung des maroden Bauwerks Unregelmäßigkeiten entdeckt worden.

„Es gibt an diesen Wänden seit Jahren Bewegungen, die sich im Millimeter-Bereich abspielen“, erläutert Klaus Timpert von den TBL. „In diesem Jahr ist es etwas mehr gewesen. Und wir wollen jetzt die Ursache ermitteln.“ Möglicherweise kann ein gesunkener Grundwasserpegel in diesem Dürresommer der Auslöser sein. Zur Entlastung und um Platz für die nötigen Untersuchungen des Untergrunds zu haben, wird der Verkehr auf der Windthorststraße oberhalb der Unterführung ein Stück weit verlegt – von der Stützmauer um eine Spurbreite weg auf den bisherigen Parkstreifen, der daher vorerst gesperrt wird – wie lange, ist ungewiss.

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In der Wand seitlich der Fahrbahn Richtung Opladen hat es Bewegung gegeben. Nun gilt es, die Ursache dafür zu finden.

Die Standsicherheit der Stützwände sei derzeit aber nicht gefährdet, betont Timpert. „Sonst hätten wir ganz andere Maßnahmen ergreifen müssen.“ Jetzt wird zunächst mit einem Ingenieurbüro geklärt, wie weiter vorgegangen werden soll.

Ohnehin soll die Unterführung der vormaligen Stadtautobahn umgestaltet werden: Begrünte Hänge zu beiden Seiten sollen dann die Stützwände und ihre stählernen Absicherungen ersetzen.

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Diese Arbeiten werden sehnlich erwartet und waren eigentlich für das nächste Jahr geplant. Nun haben erste Ausschreibungen und Gespräche ergeben, dass dies frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2024 losgehen kann. Auch hier macht sich der akute Fachkräftemangel bemerkbar. Weitere Umgestaltungen am Europaring, der Küppersteg seit einem halben Jahrhundert zerschneidet, sollen noch folgen.

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