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Ordnungshüter in ZivilStadt Leverkusen startet Kontrollwoche gegen Vermüllung

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In Leverkusen wird nun härter gegen Vermüllung vorangegangen

In Leverkusen wird nun härter gegen Vermüllung vorangegangen

Die Stadt Leverkusen verstärkt in der kommenden Woche die Kontrollen gegen Vermüllung im Stadtgebiet.

Wer in Leverkusen seinen Müll achtlos wegwirft, muss in der kommenden Woche mit unangenehmen Konsequenzen rechnen. Vom 4. bis zum 10. Mai verstärkt der Kommunale Ordnungsdienst seine Kontrollen gegen Vermüllung im Stadtgebiet – teils in Zivil. Bekannte Müll-Hotspots, Wertstoffinseln und Altkleidercontainer stehen dabei besonders im Fokus.

Zivileinsatz in Leverkusen

Dass die Stadt diesmal auch auf zivile Kräfte setzt, hat einen praktischen Grund: Uniformierte Mitarbeitende sind in der Regel schon von Weitem zu erkennen – Verstöße lassen sich so kaum auf frischer Tat feststellen. Mit dem Zivileinsatz folgt Leverkusen dem Beispiel umliegender Kommunen.

Einen besonderen Blick richtet die Aktion auf den Busbahnhof in Wiesdorf. Der wichtige Mobilitätsknotenpunkt war bereits kurz nach seiner Eröffnung durch weggeworfene Zigarettenkippen und Verpackungsreste in Verruf geraten – und hatte zeitweise sogar ein Rattenproblem.

Auch das Umfeld von Altkleidercontainern wird verstärkt kontrolliert: Das Abstellen von Abfällen neben den Behältern ist grundsätzlich untersagt – auch dann, wenn die Container bereits voll sind. „Achtlos weggeworfene Abfälle, Verpackungsreste und Kippen beeinträchtigen das Stadtbild“, sagt Steffen Franzkowski, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Straßenverkehr. Die Ankündigung der Aktion sei bewusst frühzeitig erfolgt – um zu sensibilisieren, bevor kontrolliert wird.

Der finanzielle Hintergrund ist dabei nicht unerheblich: Die Avea hat im Jahr 2025 rund 900 Tonnen wilden Müll entsorgt – Kosten, die letztlich auch die Gebührenzahlenden tragen. Wer beim illegalen Entsorgen erwischt wird, muss bei kleineren Vergehen mit einem Bußgeld von 100 Euro rechnen. Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind in schwerwiegenderen Fällen jedoch Geldbußen von bis zu 100.000 Euro möglich.

Die Kontrollwoche ist kein einmaliges Projekt: Der Kommunale Ordnungsdienst will die verschärften Kontrollen auch nach dem 10. Mai im Rahmen seiner personellen Möglichkeiten fortführen. (tja)