Stau bei der SchulsanierungUnterricht der GGS Im Steinfeld im dauerhaften Provisorium

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Gemeinschaftsgrundschule im Steinfeld

Leverkusen – Zum Schuljahresstart im Sommer 2017 weihte die Bürriger Gemeinschaftsgrundschule im Steinfeld ihr neues Schulgebäude ein. Bis zum Beginn des nächsten Schuljahrs sollte auch die Sanierung des Altbaus abgeschlossen sein. „Wir fiebern dem Abschluss der Bauarbeiten entgegen und freuen uns dann auf eine runderneuerte, moderne Schule“, heißt es auf der Internetseite der Schule.

Die Freude muss warten, sie ist zunächst zur Ernüchterung und mittlerweile Verärgerung geworden. Seit September 2018 ruht die Baustelle. Vier Klassen werden weiterhin in Containern unterrichtet, der Schulhof ist nur eingeschränkt nutzbar. „Man lernt und lebt in einem mittlerweile dauerhaften Provisorium“, beklagen Eltern. Eine neue Sporthalle gibt es zwar, die wird allerdings derzeit als provisorisches Lehrerzimmer genutzt, der Hausmeister hat sein Büro in einer Gerätehalle. Die Schüler pendeln derweil zum Sportverein Roland Bürrig.

Lieferengpass für Container

Die Container sind keine Klassencontainer, wegen eines Lieferengpasses wurden kleinere Bürocontainer aufgestellt. Drei davon haben kein fließend Wasser, es gibt für die vier Klassen eine Jungen- und eine Mädchentoilette. „Wenn alle Mitarbeiter da sind, teilen sich 50 Erwachsene eine Toilette“, berichtet die Schulpflegschaftsvorsitzende Mareike Broich. Wegen dieser Zustände hat sie eine Online-Petition für eine sofortige Wiederaufnahme der Arbeiten gestartet, die bislang knapp 500 Unterzeichner gefunden hat.

Das wird nicht möglich sein, sagt die Stadtverwaltung auf Anfrage. Der Grund für den Baustopp seien während der Sanierung aufgedeckte Schäden an den tragenden Decken in dem Altbau. Daraufhin mussten umfangreiche betontechnische Untersuchungen veranlasst werden. Mittlerweile liegt ein statisches Vorkonzept vor, es sind jedoch noch weitere Untersuchungen erforderlich.

Ärger über Informationspolitik

„Eine abschließende statische Beurteilung ist momentan für Ende Februar 2020 vorgesehen“, sagt eine Stadtsprecherin. Im Anschluss daran müssten die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden; zudem sei eine neue Baugenehmigung erforderlich. In der zweiten Jahreshälfte 2020 könnten die Bauarbeiten dann hoffentlich fortgesetzt und Mitte 2021 abgeschlossen werden. Die Stadt habe zur Beschleunigung einen externen Projektsteuerer hinzugezogen.

„Besonders ärgert uns, dass es kaum Informationen gibt, wie der Stand der Dinge ist und wann es weiter geht“, sagt Broich. Den Vorwurf weißt die Stadt zurück. Die Gründe des Baustopps wurde bereits im April im Amtsblatt veröffentlicht. „Über den aktuellen Sachstand wurde die Schulleitung am 14. November informiert“, sagt die Stadtsprecherin. Für Januar 2020 sei eine Elterninformation vorgesehen.

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Darauf wartet auch der Förderverein der Schule. Er hat Geld für neue Spielgeräte auf dem Schulhof gesammelt. Nur aufgestellt werden können diese nicht, bis nicht feststeht, wie der Schulhof einmal aussehen wird.

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