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Hohe KostenStadt will umstrittene Kita in Hitdorf nicht mehr bauen

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Umweltschützer protestieren gegen die geplante Paeschke-Kita an der Weinhäuser Straße. Foto: Ralf Krieger

Umweltschützer protestieren gegen die geplante Paeschke-Kita an der Weinhäuser Straße.

Oberbürgermeister Stefan Hebbel kündigte in der Ratssitzung an, dass der Stadt der geplante Bau zu teuer wird.

Überraschende Wendung im Streit um einen Kita-Neubau an der Weinhäuser Straße in Hitdorf: Oberbürgermeister Stefan Hebbel kündigte in der aktuellen Ratssitzung am 23. Februar an, dass die Stadt die Kita nicht mehr bauen lassen will. Eine Kita für 120 Kinder sollte durch den Bauunternehmer Gernot Paeschke im Auftrag der Stadt gebaut werden, diese wollte die Stadt dann zurückmieten. Mittlerweile seien die Baukosten dafür näher beziffert, daraus ergebe sich eine sehr hohe Mietzahlung, die das Vorhaben für die Stadt finanziell nicht mehr attraktiv mache. Deswegen werde der Politik vorgeschlagen, den Ratsbeschluss dazu zurückzunehmen. Das muss allerdings in einer späteren Sitzung geschehen, für die Sitzung am Montag lagen dazu noch keine Unterlagen vor. „Das nur als Vorwarnung“, sagt Hebbel dem Gremium.

Bürgerinitiative gegen den Bau

Besonders freuen wird das die Bürgerinitiative „Wem gehört Hitdorf?“, die sich aus dem Protest gegen das Bauprojekt gegründet hatte. Anwohner beklagten den Bau am Ende einer engen Sackgasse, sie befürchteten Verkehrschaos, weil möglicherweise Kinder auch aus anderen Stadtteilen hierhergebracht werden würden. Die Initiative bezweifelt grundsätzlich, dass die Kita in Hitdorf überhaupt gebraucht wird. Zuletzt war das Projekt verzögert worden, weil Fehler in der Ausschreibung gemacht worden waren. Jubel aus dem Ratssaal gibt es auch vom Vorsitzende der CDU Hitdorf, Joshua Kraski-Pauls: „Die Entscheidung der Stadt Leverkusen begrüßen wir ausdrücklich. Sie zeigt, dass die Stadt faktenorientiert abwägt und damit gute Entscheidungen für Hitdorf trifft.“

Hebbel kündigte an, dass derzeit eine anderweitige Nutzung des Geländes geprüft werde.