Eklige Zustände an GrundschulenSo geht Leverkusen gegen verdreckte Schultoiletten vor

Lesezeit 2 Minuten
leverkusen-schultoiletten-ALF_7707

So sehen Schultoiletten teilweise aus. (Archivbild)

Leverkusen – Es ist ein Dauerärgernis seit vielen Jahren: „Der Zustand frisch sanierter Schultoiletten ist teilweise nach kurzer Zeit so schlimm wie vor der Sanierung.“

Das schreibt der Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt Leverkusen in einer Beratungsunterlage für den Stadtrat und seine Ausschüsse. Denn immer wieder sind gerade erst grundgepflegte Toilettenräume wieder hinfällig.

Jungentoiletten im Fokus

Besonders arg geht es nach Erfahrung der Profis in Sachen Schulgebäuden in den Jungen-WC-Anlagen der Grundschulen zu, wo fortwährender Uringestank „die Ursache in einem nicht sachgemäßen Umgang mit der Toiletten- und Urinalbenutzung hat“. Die Trefferquote scheint zu gering zu sein.

Was aber tun? In einem Pilotprojekt mit der Katholischen Remigiusschule sowie der Regenbogenschule und der Waldschule hat die Stadt getestet, welche Wirkung eine mehrmalige Reinigung am Tag hat, zumal, wenn sich der Schulbetrieb im Rahmen des Offenen Ganztags bis 16 Uhr verlängert hat.

Das könnte Sie auch interessieren:

Der Probebetrieb endete mit einigem Erfolg: Eine Zweitreinigung unmittelbar nach der zweiten großen Pause um 12 Uhr habe erheblich zur Verringerung der Geruchsbelästigung beigetragen, ergab der Versuch. Inzwischen ist die tägliche Zweitreinigung an allen 23 Leverkusener Grundschulen eingeführt worden. Die Mehrkosten betragen rund 120 000 Euro netto im Jahr.

Immer noch schiebt die Stadt allerdings einen gewissen Sanierungsstau in Sachen Schul-Toilettenanlagen vor sich her. Neun Toilettenanlagen sind bereits in Planung oder im Bau. An fünf Schulen – Realschule Am Stadtpark, Gezelinschule, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Gesamtschule Schlebusch und Hans-Christian-Andersen-Schule – werden Toilettensanierungen als dringlich erachtet, an der Schule Masurenstraße ist schon der Abriss der Toilettenanlage geplant. An 20 weiteren Schulen sind Sanierungen in der Folgezeit vorgesehen.

Allerdings will die Stadt Leverkusen solche grundlegenden und kostspieligen Arbeiten fortan an eine Bedingung knüpfen: Die jeweilige Schule soll ein Konzept für eine dauerhafte und nachhaltige Reinhaltung der Toiletten vorlegen und mit der städtischen Gebäudewirtschaft abstimmen. Einzelne Schulen hätten dies schon geschafft. Dies müsse nun zum Standard werden.

KStA abonnieren