Licht aus für den Klimaschutz

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Auch der Leverkusener Wasserturm wird am Samstagabend eine Stunde lang nicht von Scheinwerfer angestrahlt werden.

Energie sparen zum Schutz des Planeten, in einer Zeit, in der Menschen weltweit tagein, tagaus damit beschäftigt sind, mit drastischen Maßnahmen menschliches Leben zu retten. „Vielleicht für viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt aktuell eine Nebensächlichkeit, geht es doch für sie um Existenz, Gesundheit und gravierende Einschnitte in ihre persönlichen Rechte und Freiheiten“, so Oberbürgermeister Uwe Richrath. „Dennoch beteiligt sich Leverkusen auch im zehnten Jahr an der weltweiten Aktion. Denn gerade jetzt erleben wir, wie zerbrechlich und wertvoll unsere gewohnte Lebenswelt ist. Diese gilt es zu schützen. Dazu gehört vor allem der Erhalt unserer Umwelt und ein verantwortungsvoller Umgang zur Verbesserung unseres Klimas.“

„Licht aus für den Klimaschutz“ zur weltweiten „Earth Hour“ am 28. März ab 20.30 Uhr heißt es dann auch in Leverkusen. Markante Bauwerke der Stadt wie der Wasserturm werden dann für 60 Minuten dunkel sein. Ein Signal und Aufruf an alle Leverkusenerinnen und Leverkusener, mitzumachen.

„Was in der Vergangenheit eine Gelegenheit für ein Candlelight-Dinner in einem Restaurant war, ist in diesem Jahr eine Chance, sich zuhause bei Kerzenschein auf das Wesentliche zu besinnen“, so OB Richrath. Wegen der Coronakrise müssten Menschen überall auf der Welt ihr öffentliches Leben stark einschränken. Dafür würden in Deutschland viele Maßnahmen eingeleitet, damit Menschen auf Distanz zueinander bleiben. Das Wichtigste dabei sei, Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden und so die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Selbst Schulen und Kitas seien nur für eine Notbetreuung geöffnet. Deshalb müssten viele Familien zusammenrücken und viele Ältere aus Sicherheitsgründen ganz auf Gesellschaft verzichten.

Auch auf das Klima hat die Krise deutliche Auswirkungen. „Wir erleben erstmals, wie sich eine weltweite massive Reduzierung von Schadstoffen durch eingeschränkten Flug- und Autoverkehr sowie Industrieproduktion positiv auf das Klima auswirkt“, erklärt Umweltdezernent Alexander Lünenbach. „Was kann mehr motivieren, als mit vereinten Kräften daran zu arbeiten, durch moderne Technologien und ein nachhaltiges Handeln den Klimaschutz zu fördern und damit Lebensqualität zu sichern?“

Daher wird die in Deutschland vom World Wide Fund for Nature (WWF) koordinierte Protestkampagne „Earth Hour“, die mehr politischen und wirtschaftlichen Einsatz zum Schutz des Klimas fordert, in diesem Jahr ohne öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Damit die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus Wirkung zeigen, bittet die Stadtverwaltung Leverkusen eindringlich darum, die Auflagen einzuhalten: „Bleiben Sie deshalb zuhause und suchen Sie kreative Möglichkeiten für eine Stunde im Dunklen oder bei Kerzenschein. Unter dem Hashtag #LevEarthHour oder #Earth Hour können eigene Aktionen für mehr Klimaschutz gepostet werden.“ (dre)

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