Montanus-Realschule LeverkusenSportplatz wird saniert – und für alle geöffnet

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Die Löcher für die Fußballtore werden ausgeschnitten. Zusätzlich soll der Sportplatz einen Basketballkorb erhalten.

Leverkusen – Es ist bestimmt kein Vergnügen: In Steinbüchel schwitzen derzeit Handwerker auf dem Sportplatz der Montanus-Realschule. Noch bis nächste Woche soll der Platz saniert werden: Hier kommt eine neue Kunststoffschicht für die Laufbahn hin, es werden neue Markierungen gezogen, zusätzlich soll es einen Basketballkorb und zwei feste Fußballtore geben.

„Bis 30 Grad sind die Arbeiten kein Problem“, erklärt Robert Pahson von der ausführenden Firma. Die werden diese Woche locker geknackt. Dann müssen sich die Arbeiter mit dem Auftragen des Asphalts beeilen beziehungsweise die Flächen in kleine Häppchen unterteilen. Sonst trocknet das Material zu schnell aus und das Granulat haftet nicht.

Sportplatz wird der Allgemeinheit geöffnet

Doch die Sanierung ist eigentlich nicht der wahre Grund, warum die Stadtverwaltung Leverkusen die Aufmerksamkeit auf den Sportplatz lenken will: Neu ist, dass der Platz demnächst für alle geöffnet sein soll, nicht nur für die Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Realschule, wie das in den vergangenen Jahren der Fall war.

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In die Vertiefung kommt später der Sockel für den Basketballkorb. Mitte August sollen die Arbeiten fertig sein.

Vor 30 Jahren seien alle Schulhöfe freigegeben worden, erinnert sich Lothar Schmitz, Fachbereichsleiter Stadtgrün, doch das sei „schleichend in Vergessenheit geraten“. Ärger über lautstarke Jugendliche, die von dem Recht auch abends oder nachts Gebrauch machten, oder liegengelassener Müll führten dazu, dass die Anlagen nur noch von den Schulen genutzt wurden. Das gehe aber eigentlich gar nicht, waren sich Vertreter der Stadtverwaltung und Schulleiter Ferdinand Brüggemann-Sina einig: „Wo sollen die Jugendlichen denn sonst hin?“

Eingedrückte Zäune

Brüggemann-Sina freut sich, dass diese „wunderschöne Sportanlage im Grünen“ für jedermann und jederfrau zugänglich gemacht werden soll. Die Jugendlichen suchen sich sowieso ihren eigenen Weg hinein: Eingedrückte Zäune zeugen davon. Nun soll es einen neuen Zaun mit zwei Toren geben, die vor allem Einlass bieten sollen, aber auch für die Nacht geschlossen werden. Wann, wird die Stadt Leverkusen entscheiden. Bis 14 Uhr sollen die Schulen den Platz allerdings alleine nutzen können.

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Asphalt wird an den Rändern der Laufbahn aufgetragen.

Selbstverständlich birgt das Konfliktpotenzial: Ob Jugendliche reinwollen, während die Schülerinnen und Schüler noch drauf sind? Ob die Geräuschkulisse zu laut für die Anwohnerinnen und Anwohner wird? Ob die Jugendlichen Dreck hinterlassen? „Wenn wir solche Versuche erst gar nicht zulassen, haben wir schon verloren“, findet Lothar Schmitz. Allerdings überlegt man, vorsichtshalber Poller auf dem Zuweg anzubringen oder nur eine Torhälfte zu öffnen, damit niemand auf die Idee kommt, mit dem Auto reinzufahren.

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95.000 Euro koste die Sanierung des knapp 1850 Quadratmeter großen Platzes, erklärt Ulrich Hammer, Abteilungsleiter Unterhaltung im Fachbereich Stadtgrün. 11.000 Euro kommen für die Zäune, Tore und die gepflasterten Wege hinzu. Der Beschluss kam von der Bezirksvertretung III, auch weil es rund um den Oulusee nicht erlaubt ist, Fitnessgeräte aufzustellen: Landschaftsschutzgebiet.

Die Sanierung des Sportplatzes in der Görresstraße solle als zweites in Angriff genommen werden, so Hammer. Die Anlage sei eine frühere Schulsportanlage, die aber nach der Schließung der Schule nun vom Kindergarten genutzt wird – und von der Allgemeinheit. Knapp 29.000 Euro seien für diese Sanierung vorgesehen, heißt es von der Stadt. Dann sollten alle weiteren 17 Schulsportanlagen, die meist aus den 80er Jahren stammten, überprüft und gegebenenfalls saniert werden: Eine Aufgabe für die nächsten Jahre.

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