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Tischtennis-BundesligaTTC Schwalbe Bergneustadt möchte die Dämlichkeit von Grenzau vergessen machen

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Romain Ruiz ballt die Fäuste und jubelt.

Romain Ruiz zeigte sich zuletzt in bestechender Form, sowohl gegen Borussia Düsseldorf als auch in Ochsenhausen.

Im Heimspiel empfängt Bergneustadt den Tabellenletzten TTC Zugbrücke Grenzau und möchte Revanche nehmen.

An den 7. Oktober 2025 denkt Heinz Duda alles andere als gerne zurück. „Die Mannschaft hatte einen gebrauchten Tag erwischt“, verrät der Sportwart des Tischtennis-Bundesligisten TTC Schwalbe Bergneustadt. Beim damaligen Tabellenletzten TTC Zugbrücke Grenzau verloren die Schützlinge von Trainer Frederik Duda überraschend mit 2:3.

Am morgigen Sonntag stehen sich beide Teams ab 17 Uhr in der Burstenhalle erneut gegenüber. Wieder nimmt das Team aus dem Westerwald den zwölften und letzten Platz ein, während die Gastgeber durch den überraschenden 3:1-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen Position fünf erfolgreich verteidigen konnten.

Die Vorgabe für Bergneustadt ist mindestens ein Sieg gegen Feng Yi-Hsin

„Aus Grenzau haben sich 40 Fans angekündigt. Dementsprechend erwarte ich eine hochmotivierte Mannschaft“, berichtet Heinz Duda. Die Gäste halten zwar die rote Laterne als Tabellenschlusslicht, doch das nur aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses gegenüber den punktgleichen Teams des TSV Bad Königshofen und ASC Grünwettersbach.

„In Grenzau stellten sich die Jungs dämlich an. Ich hoffe, dass wir morgen ein anderes Gesicht zeigen.“ Für den Schwalbe-Funktionär ist bereits vor dem ersten Aufschlag klar, „dass wir Spitzenspieler Feng Yi-Hsin mindestens einmal besiegen müssen, um nicht in das Schlussdoppel zu kommen. Dort haben wir nämlich nicht unsere Stärken“.

Adrien Rassenfosse ist nach seiner Verletzung wieder im Bergneustädter Kader

Im Gegensatz zur Partie in Ochsenhausen kann der Schwalbe-Coach personell wieder aus dem Vollen schöpfen und muss sich nicht selber an den Tisch stellen. Adrien Rassenfosse ist nach seinem Muskelfaserriss seit Beginn der Woche wieder im Training. „Ich fühle mich gut und bin fit“, erzählt der Belgier. Ob der 22-Jährige allerdings auch direkt wieder eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Schließlich präsentierten sich Leo de Nodrest und Romain Ruiz in Ochsenhausen von ihrer besten Seite und sorgten im Alleingang für die drei Siege. De Nodrest verbesserte sich zudem in der neuen Weltrangliste aufgrund seiner sehr guten Ergebnisse beim WTT Star Contender-Turnier in Doha (Katar) um 21 Plätze und wird nunmehr auf Rang 52 gelistet.

Für den 25-Jährigen ist dies die höchste Position seiner Karriere. Damit ist der Franzose Leo de Nodrest hinter dem auf Platz 14 zu findenden Benedikt Duda der zweitbeste Schwalbe-Akteur, denn Adrien Rassenfosse fiel vom 55. auf den 59. Rang zurück.

Bevor sich jedoch Schwalbe-Eigengewächs Benedikt Duda wieder auf den Bundesliga-Alltag konzentrieren muss, steht für den 31-Jährigen am heutigen Samstag noch die Teilnahme an einem Endspiel auf dem Programm. Beim WTT Contender-Turnier in Muscat (Oman) zog der Linkshänder zusammen mit Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken) in das Doppel-Finale ein. Die Paarung gab in den drei Begegnungen lediglich zwei Sätze ab. Im Finale warten die an Position zwei gesetzten Chinesen Lin Shidong und Huang Youzheng.

Dagegen lief es für Benedikt Duda im Einzel nicht wie erhofft. Nach einem 3:1-Auftaktsieg gegen Milosz Redzimski (Polen) kam das Aus im Achtelfinale gegen Wen Ruibo. Der Chinese, vor einer Woche noch Finalist beim WTT Star Contender in Doha (Katar) gewesen, setzte sich mit 11:8, 11:7 sowie 11:9 durch. Im Mixed unterlag Duda an der Seite von Nina Mittelham (TTC Berlin eastside) gleich in der ersten Runde Shi Xunyao/Huang Youzheng (China) 9:11, 9:11 und 10:12.