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TischtennisFokus von Benedikt Duda liegt auf Olympia 2028

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Benedikt Duda in einem Spiel des TTC Schwalbe Bergneustadt.

Bei Benedikt Duda liegt der Fokus auf den Olympischen Spielen in Los Angeles und darauf möchte er sich intensiv mit internationalen Turnieren vorbereiten.

Der Bergneustädter Tischtennis-Profi tritt beim Mixed Worldcup  im chinesischen Chengdu an.  

Das nächste und letzte Heimspiel des Jahres in der 1. Bundesliga steht für die Tischtennis-Profis des TTC Schwalbe Bergneustadt zwar erst am 17. Dezember gegen den TSV Bad Königshofen auf dem Programm, doch bis dahin muss sich Benedikt Duda nicht über Langeweile beklagen.

Das Eigengewächs nimmt vom morgigen Sonntag bis zum 7. Dezember zum ersten Mal am Mixed Worldcup in Chengdu (China) teil. Der 31-Jährige wurde ebenso vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) nominiert wie Dang Qiu (Borussia Düsseldorf), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken), Sabine Winter (TSV Dachau), Annett Kaufmann (SV DJK Kolbermoor) und Nina Mittelham (TTC Berlin eastside). „Das Turnier ist ein kleiner Vorgeschmack auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles“, verrät Duda.

Benedikt Duda und das deutsche Team sind in Chengdu an Vier gesetzt

Bei der größten Sportveranstaltung der Welt werden keine Medaillen mehr in den Mannschafts-Konkurrenzen vergeben. „Es findet nur noch ein Mixed-Wettbewerb statt und es ist möglich, dass das gleiche System in den USA gespielt wird wie jetzt in Chengdu.“ Deshalb haben viele Nationen, wie auch Deutschland, ihre besten Akteure für die Generalprobe nominiert.

Die DTTB-Auswahl ist an Position vier gesetzt. Gespielt wird zunächst ein Mixed. Anschließend folgen ein Damen- und Herren-Einzel, wobei die Protagonisten zuvor nicht im gemischten Doppel aktiv gewesen sein dürfen. Es folgen noch ein Damen- und Herren-Doppel. Jede Begegnung wird über drei Sätze gespielt.

Der Bergneustädter möchte in der Bundesliga kürzer treten

Olympia in Los Angeles hat Benedikt Duda nicht nur in der kommenden Woche im Hinterkopf. Nach seiner Premiere 2021 in Tokio, als er allerdings „nur“ als Ersatz für das Team mit dabei war, möchte Duda in knapp zwei Jahren unbedingt aktiv um Medaillen kämpfen. „Deshalb werde ich den Fokus ab der Saison 2026/27 auf die internationalen Turniere legen, um dem Deutschen Olympischen Sportbund durch eine gute Weltranglistenposition erst gar keine Chance zu geben, mich nicht zu nominieren.“

Dies bedeutet gleichzeitig, dass das Hauptaugenmerk nicht mehr auf der 1. Bundesliga liegt. Von diesen Zukunftsplanungen unterrichtete Duda den Schwalbe-Vorsitzenden Andreas Grothe am vergangenen Montag in einem Gespräch im Hinblick auf eine Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2026 hinaus. „Ein erster Gedanken- und Interessenaustausch hat stattgefunden“, erklärte Bergneustadts Spitzenspieler. „Es war schon immer so, dass nicht alle Einzeleinheiten nach einem Gespräch erledigt waren.“

An wie vielen Meisterschaftsspielen Benedikt Duda ab der nächsten Spielzeit tatsächlich mitwirken will, „weiß ich derzeit auch noch nicht. Allerdings hat mir die jüngere Vergangenheit auch gezeigt, dass ich nicht noch einmal zwischen einem Champions- und Smash-Turnier in Asien auch noch für zwei Bundesliga- sowie ein Pokalspiel wieder hin und her fliegen werde. Damit belaste ich meinen Körper nicht mehr.“

In dieser Saison hat Schwalbe-Trainer Frederik Duda das Luxusproblem, mit seinem Bruder, Adrien Rassenfosse, Leo de Nodrest und Romain Ruiz ständig vier fitte Spieler zur Verfügung zu haben. Das war in der Vergangenheit allerdings nicht immer der Fall, so dass sich die Schwalbe-Verantwortlichen Gedanken darüber machen müssen, eventuell einen fünften Spieler unter Vertrag zu nehmen. „Es wird Zeiten geben, in denen ich mich trotz eines Spieltages erhole, trainiere oder aber auf Reisen bin. Ich fühle mich aktuell körperlich besser als mit Anfang 20. Das soll auch so bleiben, denn vielleicht kommen die besten Jahre noch“, schaut Benedikt Duda zuversichtlich in die Zukunft.