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„Enduro One“ Mountainbiker trotzen Regen und Schlamm

Wipperfürth – .An der Zielankunft nahe des Fahrerlagers in den Ohler Wiesen herrscht trotz strömenden Regens hektisches Treiben. Gerade findet nämlich der Zieleinlauf der E-Biker statt. Sie sind Teilnehmer der Mountainbike-Rennserie Enduro One, dessen Finale in diesem Jahr in der Hansestadt stattfindet. Einer der rund 25 Teilnehmer ist Marcus Staudacker aus Schwäbisch-Hall, der schon an den fünf vorausgegangenen Veranstaltungen der Rennserie teilgenommen hat. Nach der Zielankunft schätzt der Schwabe, dass er nach dem ersten Rennen etwa auf Platz zehn liegt. „Die Berge sind nicht so mein Ding“, berichtet der ambitionierte Fahrradfahrer.

Bei den E-Bikern gilt es nämlich im Gegensatz zu allen anderen Klassen auch, Strecken bergauf zu bewältigen. Nicht, dass Staudacker etwas gegen Berge im allgemeinen hätte, die Aufstiegsfahrten lägen ihm aber einfach nicht so gut. Deshalb fiebert er schon dem Abfahrtsrennen am Sonntag entgegen, wo er dann voll in seinem Element sei und noch etliche Plätze gutmachen werde. „Man vermutet gar nicht so viele Berge hier in Wipperfürth. Die entdeckt man erst, wenn man das Zentrum verlässt“, meint er und schaut seinen Kollegen nach, die sich in diesem Moment zum Mühlenberg aufmachen, wo das Jedermannrennen stattfindet.

Zu dieser Prologfahrt ruft in diesem Moment nämlich Cheforganisator Christian Hens auf, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Der gebürtige Wipperfürther ist nicht nur Chef der ganzen Enduro- One-Serie, sondern auch der Organisator der Rennen, die auf sechs verschiedenen Kursen stattfinden. Er kennt seine Heimatstadt gut und hat kurze Wege zu den Behörden, die die jeweilige Streckenfreigabe vor dem Event erteilen müssen. „Die Zusammenarbeit funktioniert super“, lobt Hens die reibungslose Organisation des Wochenendes.

Rund 300 Starter aus ganz Deutschland tummeln sich an den zwei Veranstaltungstagen auf den ein bis zwei Kilometer langen Abfahrten und trotzen den widrigen Wetterbedingungen. „Der Spaß steht bei Allen im Vordergrund“, ist sich auch Christian Hens sicher, dass ein bisschen Wasser und Schmutz den Teilnehmern in allen Klassen nichts ausmacht. Des einen Freud ist ja bekanntlich des anderen Leid. Nahe der Ankunftszone hat Stefanie Pummer aus Augsburg mit ihrem Werkstattteam Stellung bezogen. „Bei diesem Wetter sind besonders Reifen gefragt. Das ist eben wie in der Formel 1, wo man für jede Situation spezielles Material braucht“, gewinnt sie den widrigen Bedingungen etwas gutes ab. Pummer steht den Teilnehmern nicht nur beim Materialkauf zur Seite, sondern bietet am Rennwochenende auch Reparaturen an den Mountainbikes an. Sie betreibt in ihrer Heimat normalerweise einen kleinen Fahrradladen und ist daher für alle Eventualitäten bestens gerüstet – wie ein Boxenteam.

Geld wie in der Formel 1 lässt sich bei den Rennen allerdings nicht verdienen, obwohl laut Hens schon einige Profis unter den Startern seien. „Es ist eben ein schönes Hobby“, berichtet der ehemals aktive, 40-jährige Biker. Deshalb sei auch Jeder, der Lust habe, bei Enduro One nach Voranmeldung startberechtigt.

Die hohe Teilnehmerresonanz an diesem Wochenende zeigt an, dass Hens mit seinem Konzept richtig liegt.

www.enduro-one.com