Mehrfamilienhäuser im Neubaugebiet Buschhausen wollen die Engelskirchen Grünen. Im Ausschuss gab es dafür keine Mehrheit.
Grünen-Antrag abgelehntIn Engelskirchen-Buschhausen werden keine Mehrfamilienhäser gebaut

Das Neubaugebiet Buschhausen in Ründeroth aus der Vogelperspektive.
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Die Baustraßen sind fertig, die Vermarktung läuft, die ersten Häuslebauer werden in Kürze mit dem Bauen loslegen. 82 Bauplätze gibt es im Neubaugebiet Buschhausen, geplant für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Bauplätze werden seit vergangenen Sommer vermarktet, der Quadratmeterpreis beträgt 235 Euro. Noch sind nicht alle Grundstücke verkauft.
Der Bedarf an kleinen Wohnungen für Senioren und Singles sei hoch, höher als der Bedarf an Einfamilienhäuser, warb Karl Lüdenbach, Fraktionschef der Grünen, in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses für einen Antrag seiner Fraktion. Danach sollte die Gemeinde zur Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum mindestens vier Grundstücke in Buschhausen zu kaufen und an Investoren zu veräußern, die auf je zwei Grundstücken ein Wohngebäude mit acht kleinen und barrierefreien Wohnungen errichten sollten.
Bedarf an kleinen und barrierefreien Wohnungen
31 Prozent der Bevölkerung im Oberbergischen Kreis sei älter als 60 Jahre. Hinzu komme, dass für viele Menschen die Rente mit erheblichen Einkommenseinbußen verbunden ist. Viele Menschen müssten eine kleinere Wohnung suchen. Wohnung suchen. Die Mehrfamilienhäuser seinen ohne Änderung des Bebauungsplans möglich, so Lüdenbach.
Entgegen seiner früheren Aussage seien Mehrfamilienhäuser laut Baurecht doch möglich, so Andreas Kiel, Fachbereichsleiter Planen und Bauen. Denn unter Einfamilienhaus sei baurechtlich ein Gebäude mit einem Eingang zu verstehen, das könnte also durchaus auch eine 50-Meter-Front sein mit mehreren Wohnungen, wenn es nur einen Eingang gebe.
Neubaugebiet speziell für junge Familien konzipiert
Bezahlbarer und barrierefrei Wohnraum in Engelskirchen, das wünschten sich alle Fraktionen, aber, das betonte Wolfgang Brelöhr, Fraktionschef der SPD, aber Buschhausen sei seit Jahren als Ein- und Zweifamilienhaus-Siedlung für junge Familien konzipiert worden und befinde sich jetzt in der Umsetzung.
In Buschhausen sei keine große Wohnbebauung geplant, die Parzellierung sei entsprechend angelegt und auch die Kostenkalkulation mit einer schwarzen Null geplant. Eine Mehrfamilienbebauung müsse proaktiv mit dem Investor entwickelt werden, aber es gebe keinen, deshalb sei auch die Diskussion jetzt überflüssig, so Bürgermeister Lukas Miebach.
Kein Investor für Mehrfamilienhäuser in Sicht
Der Idee wolle man sich nicht verschließen, aber auf keinen Fall Grundstücke für einen Investor reservieren. Wenn ein Investor komme, der noch bezahlbare Mietpreise biete, sei das okay. Aber man werde nicht die Vermarktung hemmen, so Brelöhr. Gegen die Stimme der Grünen lehnte der Ausschuss den Antrag ab, die SPD enthielt sich.
Eine Übersicht über die noch verfügbaren Grundstücke und Kaufpreise gibt es auf der Internetseite der Entwicklungsgesellschaft Engelskirchen.