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Online-PetitionKontroverse Positionen zur Stauanlage in Engelskirchen-Osberghausen

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Bleibt die Stauanlage in Osberghausen oder wird sie abgerissen? 

Der Nabu Oberberg begrüßt den angekündigten Rückbau.  Bürger starten derweil eine Petition für den Erhalt der Anlage.

Die Ordnungsverfügung des Kölner Regierungspräsidenten, nach der die Stauanlage in Osberghausen zurückgebaut werden muss (wir berichteten) sorgt für kontroverse Reaktionen. Der Nabu Oberberg teilt mit, dass er die Verfügung des RP zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit und der naturnahen Gewässerentwicklung an der Agger in Osberghausen begrüßt. Genau in die andere Richtung geht die Position der Bürger, die eine Petition zum Erhalt des Stauweihers Osberghausen gestartet haben. Weit mehr als 900 Unterzeichner hat die Initiative bereits erhalten.

Ablassen wohl erst ab dem Spätsommer

Dass der Stau Osberghausen schon im Frühjahr 2026 abgelassen wird, erwartet der Nabu Oberberg nicht, weil die Brutzeit für die ersten Wasservögel bereits begonnen habe. Es werde daher auf ein langsames Ablassen im Spätsommer herauslaufen, das den Schutz von Fischen und Wasservögeln sicherstelle. Das Wasservogel-Biotop werde aber bis zum Ende des Jahres in der jetzigen Form verschwinden, schreibt der Nabu. „Das schmerzt uns einerseits, denn für Enten, Blässrallen und Zwergtaucher war der Stau ein wertvoller Lebensraum. Gleichzeitig wird dafür im Zuge der Renaturierung ein neues Biotop ent-stehen.“

Derweil heißt es auf der Seite der Petition: „Der Stauweihers in Osberghausen ist ein bedeutender Teil unserer Landschaft, unserer Natur und unserer lokalen Gemeinschaft. Seit vielen Jahren prägt er das Bild unseres Ortes und ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie ein wertvoller Ort der Erholung für die Menschen der Region.“ Die geplanten Maßnahmen, den Stauweiher abzulassen und dauerhaft zurückzubauen, würden dieses einzigartige Natur- und Naherholungsgebiet unwiederbringlich zerstören. Ein solcher Eingriff hätte nicht nur ökologische Folgen, sondern würde auch einen wichtigen Treffpunkt und Erholungsort für viele Bürgerinnen und Bürger verlieren lassen.