VfL Gummersbach setzt sich gegen den TSV Hannover-Burgdorf mit 33:27 durch und bleibt in 2026 weiterhin ungeschlagen.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach klettert nach Sieg gegen Hannover auf Platz vier

Der VfL Gummersbach hatte Renars Uscins, der auf sieben Tore kam, über weite Strecken der Partie gut im Griff.
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DDer VfL Gummersbach klettert nach dem 33:27 (17:11)-Sieg gegen den TSV Hannover-Burgdorf nicht nur am THW Kiel vorbei auf Platz vier in der Tabelle. Durch die 33:35-Niederlage der Füchse Berlin im Spitzenspiel gegen den SC Magdeburg sind die Teams in der Spitze enger zusammengerückt.
Während Magdeburg an der Tabellenspitz enteilt scheint, hat der VfL auf Platz vier nur zwei Minuspunkte mehr, als Flensburg auf Rang zwei. Und Platz zwei ist ein sicherer Rang für die Champions League. Gummersbach ist die Mannschaft der Stunde mit acht Siegen in Folge und das einzige Team in der Bundesliga, dass 2026 noch ungeschlagen ist.
Der VfL Gummersbach führte nach einer Viertelstunde mit 10:2
Die Gummersbacher begannen in der mit 4132 Zuschauern ausverkauften Schwalbe-Arena souverän. Dominik Kuzmanovic im Tor parierte gleich dreimal freie Bälle der Hannoveraner, dabei zweimal gegen Kreisläufer Justus Fischer. Während das die Gäste zu lähmen schien, kamen die Gummersbacher ins Tempospiel. Gegen eine offensive Abwehr der Recken führte der VfL mit 5:1 (7.), als TSV-Trainer Juan Carlos Pastor die erste Auszeit nahm.
Anschließend scheiterte August Pedersen mit seinem Siebenmeter an VfL-Torhüter Bertram Obling. Nach einer Viertelstunde führte der VfL mit 10:2. „Wir haben mit acht Toren geführt und es ist auch normal, dass dann ein kleiner Bruch ins Spiel kommen kann“, sagte anschließend VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson,
VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson kritisierte die vielen Fehler seines Teams nach der Pause
Beim Stand von 10:3 (19.) nahm Pastor seine zweite Auszeit. Mit einem 3:0-Lauf verkürzte sein Team auf 6:12 (23.). Es blieb bei den sechs Toren Unterschied und zur Pause führten die Hausherren mit 17:11. Seine Mannschaft sei erst beim 2:10 aufgewacht und habe sich dem Spiel gestellt, erklärte Pastor. „Das kann man sich gegen Gummersbach nicht leisten.“
Was nach dem Wiederanpfiff passierte, das stimmte den Gummersbacher Trainer unzufrieden. Er kritisierte vor allem die Zahl der technischen Fehler, die sich seine Spieler erlaubten. Darunter auch Miro Schluroff, der mit neun Treffern zwar der beste Werfer war und mit seinen Toren dafür sorgte, dass sich der Abstand nicht entscheidend verkürzte, der sich aber auch einige Fehler leistete.
Im Tor konnte sich der VfL auf Bertram Obling verlassen
Wie sich sein Team in der zweiten Halbzeit verhalten habe, damit könne er nicht glücklich sein, so Sigurdsson. Seine Spieler hätten nicht wahrgenommen, dass Hannover auf die defensive 6:0-Abwehr umgestellt hätte und imm er wieder versucht aus der Entfernung den Kreisläufer anzuspielen.
Doch konnten sich die Gummersbacher nach der Pause auf Bertram Obling im Tor verlassen, der auf acht Paraden kam und verhinderte, dass Hannover den Abstand weiter verkürzen konnte. So kamen die Gäste beim 19:16 (35.) nur einmal auf drei Treffer heran. Ansonsten hielten die Hausherren den Vorsprung konstant auf vier Toren. In der Schlussphase setzte Gummersbach auf den siebten Feldspieler und baute die Führung erneut auf sechs Tore aus. Den Schlusspunkt setzte Bertram Obling mit einer Parade.
„Das war eine solide Leistung, doch es geht besser und wir müssen es besser machen“, erklärte VfL-Trainer Sigurdsson. Das möglichst schon am Donnerstag, 19 Uhr, wenn der VfL zum Lokalderby beim Berg ischen HC gastiert.
Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (4), Kodrin (1), Vujovic (3/3), Köster (3), Häseler (2), Einarsson (2), Schluroff (9), Hallbäck (2), Horzen (: 3), Smits (4).
Tore TSV Hannover-Burgdorf: Tissier (1), Uscins (7), Pedersen (7/4), Steinhauses (2), Michalczik (1), Edvardsson (2), Solstad (1), Fischer (5), Feise (1).

