Über zwei Wochen stand auf dem Lehrplan kein regulärer Unterricht, sondern ein Filmdreh.
SchatzsucheAchte Klasse der Gummersbacher Realschule Steinberg dreht Film

Mit professioneller Technik und unter fachkundiger Anleitung haben die Schüler zwei Wochen lang an ihrem Abenteuerfilm gearbeitet.
Copyright: Dennis Börsch
„Der Schatz des Steinbergs“ – das klingt nach Abenteuer, das hört sich so spannend wie geheimnisvoll an, eben wie ein Filmtitel. Und das ist auch schon die richtige Spur. Denn rund um den Schatz fand jetzt ein zweiwöchiger Filmdreh an der Städtischen Realschule Steinberg statt, der die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 zu Choreografinnen, Drehbuchautoren, Technikern, Musikern, Kunstschaffenden, Kameraleuten und Schauspielern machte. Gefördert durch die Neumayer-Stiftung, die unter dem Titel „Projekt:Kultur“ bundesweit in diesem Schuljahr rund 30 Schulen bei unterschiedlichen Projekten unterstützt, konnte der Film realisiert werden.
Stiftung als Fördermittelgeber gefunden
Der Gummersbacher Kulturagent Joachim Kottmann berichtet: „Wir haben als Kulturagenten in NRW zusammengesessen und uns gefragt, woher wir Fördermittel bekommen könnten. Und fanden schließlich die Stiftung.“ Deren Vorgabe war es, dass die Schule zehn Werktage zur Verfügung stellt, um die jeweilige Idee umzusetzen. Die Städtische Realschule, die in Heike Daugy selbst eine Kulturbeauftragte hat, war bereit, zwei Schulwochen in das Filmprojekt zu investieren. Filmemacher Torsten Schördling aus Hespert wurde ebenso dazugeholt wie die Bergneustädter Künstlerin Christine Bretz, Maximilian Schneider vom Circus Orlando des TV Hackenberg und das Team der Warehousestage für die Musiktechnik. Mit den 65 Kindern erarbeiteten sie das Skript, Dialoge, einen Tanz und den Soundtrack und wurden dabei tatkräftig unterstützt von Lehrerinnen und Lehrern.
Im Film geht es darum, dass ein Stadtarchivar – Historiker Manfred Huppertz spielt sich selbst – den Jugendlichen von einem Schatz erzählt, der von Wächtern bewacht wird. Natürlich begeben sich die jungen Leute unverzüglich auf Schatzsuche. Vorab wurde zunächst ein detaillierter Plan erstellt, denn die zeitlichen Abläufe mussten gut ineinandergreifen. Unter der Leitung von Heike Daugy und Kim Dudczus wurden die Wächter gebaut. Die Musik entstand mit Unterstützung der Musiklehrer Cornelia Berger sowie Markus Ennenbach.
In Kooperation mit der Warehousestage wurde schließlich sogar ein Musikvideo gedreht. Die Gesamtleitung lag bei Joachim Kottmann, der mit viel Begeisterung davon erzählt, wie kreativ die Schülerinnen und Schüler sich eingebracht haben, wie Dialoge spontan entstanden und dass der Film letztlich zu einem Mix aus Sport, Kunst, Musik und Technik wurde, den alle toll fanden. „Wir hatten das Gefühl, die Achtklässler waren alle mit größtem Ernst bei der Sache – die Stimmung war: Das muss einfach gut werden.“ Mittlerweile liegt das Material bei Torsten Schördling, der Schnitt und Bearbeitung übernommen hat. Ein Datum für die Premiere gibt es bislang noch nicht. Doch wenn es so weit ist, wird endlich das Geheimnis um den Schatz des Steinbergs gelüftet werden.

