Grundschüler aus Gummersbach und die Polizei bitten zum Schulstart Autofahrer um erhöhte Vorsicht.
SchulstartKinder bitten Autofahrer in Gummersbach um Vorsicht

Eine Aktion von Polizei und Grundschulen zur Unfallprävention
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„Keine Sorge, Sie haben nichts falsch gemacht“, beruhigt Polizeihauptkommissarin Ina Beyenburg den Autofahrer, den ihre Kollegen in Gummersbach-Windhagen gerade aus dem Verkehr gewunken haben.
Es ist eine Kontrolle der etwas anderen Art, zu der sich die Polizisten am Donnerstag junge Unterstützung geholt haben. Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 4b der Gemeinschaftsgrundschule Windhagen, ausgestattet mit gelben Warnwesten, treten an die Autofahrer heran und ermuntern sie zu besonderer Vorsicht – denn an diesem Tag haben die Erstklässler ihren ersten Schultag.
Eine Karte als Erinnerung
Die i-Dötzchen, die ab sofort täglich den Weg zur Schule absolvieren müssen, sind auf die Rücksicht der Autofahrer angewiesen. Schließlich können sie die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen noch nicht so gut einschätzen, und sind zwischen parkenden Autos aufgrund ihrer Körpergröße kaum sichtbar.
Die Schulbeginnaktion der Kreispolizeibehörde und der hiesigen Verkehrswacht hat in Oberberg schon eine mehr als zehnjährige Tradition. Das Motto war auch diesmal „Brems dich! Schule hat begonnen – Pass bitte auf mich auf“. Diesmal fand sie auf dem Parkplatz des Restaurants Piya Pronto an der Hückeswagener Straße statt.
Schüler wurden gezielt vorbereitet
Die 24 Grundschüler waren zuvor von den Beamtinnen und Beamten der Direktion Verkehrsunfallprävention/ Opferschutz auf ihren Einsatz vorbereitet worden, berichtet Julia Graupner, Rektorin der GGS Windhagen: „Ihnen wurde erklärt, was sie den Autofahrern sagen sollen.“ Mit der roten Polizeikelle wurden die Fahrzeuge von der Straße auf den Parkplatz gelotst, wo die Kinder schon parat standen und von den Polizisten zu den Fahrzeugen begleitet wurden.
Mit auf den Weg gaben die Kinder den Fahrern eine Karte mit dem Motto der Aktion. Dass die wichtig ist, machen immer wieder Zwischenfälle deutlich. Die Polizei berichtet, dass es im vergangene Jahr zwei Schulwegunfälle gab und in diesem Jahr bereits einen. Jeder Unfall sei einer zu viel und sei für jeden Beteiligten, besonders wenn ein Kind involviert ist, schwer zu verarbeiten.
Dass das Sensibilisieren durch die Schüler, vor allem in den ersten Wochen des Schuljahres, Früchte trägt, weiß Polizeioberkommissarin Lisa Gademann: „Die Leute fahren vorsichtiger.“ Lehrerin Julia Graupner appellierte aber auch an die Eltern ihrer Schüler: „Bringen sie ihr Kind wenn möglich zu Fuß zur Schule und lassen das Auto zu Hause stehen. Dann können solche Gefahrensituationen erst gar nicht entstehen.“