Kinder lieben das flauschige und toll tanzende Känguru. Laura (7) und Bruno (6) stellten dem Maskottchen viele Fragen.
VfL GummersbachMaskottchen Gummi macht vor dem Anpfiff einen Glückshüpfer fürs Team

Die Nachwuchshandballer Laura und Bruno hatten für Gummi eine ganze Menge Fragen in die Schwalbe-Arena mitgebracht.
Copyright: Nastasja Kleinjung
Känguru Gummi, das Maskottchen der Handballer des VfL Gummersbach, ist einer der Stars des Bundesligateams. Er ist nicht nur flauschig, sondern kann auch toll tanzen. Vor allem Kinder lieben Gummi. Mit Laura Schmidt (7) und Bruno Schenk (6) trafen zwei Nachwuchshandballer des TV Rodt-Müllenbach das Känguru und stellten ihre Fragen. Vor dem Treffen waren die beiden sehr aufgeregt. Da Gummi nicht sprechen kann, wurden die Fragen mit einem besonderen System in Känguruisch übersetzt.
Gummi, wo hast Du die Winterpause verbracht?
Ich habe die Winterpause genutzt, um bei meiner Familie in Australien ein bisschen Sonne zu tanken und bin dann ganz schnell wieder zurück nach Gummersbach – ich kann doch kein VfL-Spiel verpassen! Außerdem ist mein Fell perfekt für deutsches Hallenklima gemacht.
Gibt es in Australien überhaupt Handball?
Na klar. Handball gibt es überall auf der Welt! Aber ich finde: In Gummersbach wird er am allerbesten gespielt. Pssst… das habe ich meiner australischen Familie aber nicht so laut gesagt.
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Wo bist Du geboren?
In Wollongong in Australien! Und zwar kurz vor dem Final Four 2009, dem Finale um den deutschen Handballpokal – ich bin damals direkt aus Mamas Beutel gehüpft, weil ich unbedingt Handball sehen wollte!
Warum spielst Du nicht selber Handball?
Also ehrlich gesagt, ich habe eine riesige Sprungkraft. Aber ich soll ja die Fans anfeuern, Selfies machen und tanzen. Wenn ich auch noch Tore werfen würde, wäre das ja unfair. Außerdem würde ich vor lauter Jubeln wahrscheinlich den Ball vergessen.
Was gefällt Dir am Handball?
Einfach alles. Das Tempo, die Spannung, die Teamarbeit – und natürlich die Stimmung in der Schwalbe-Arena. Wenn alle zusammen jubeln, bekomme ich richtig Gänsehaut unter meinem Fell.
Wie bist Du ein Maskottchen geworden?
Ich war schon als kleines Känguru total sportverrückt. Beim Final Four 2009, als der VfL Unterstützung brauchte, bin ich so wild herumgehüpft, dass alle gesagt haben: Das ist unser Glücksbringer. Den behalten wir. Tja, und seitdem bin ich offiziell im Einsatz.
Wie bist Du von Australien nach Gummersbach gekommen?
Mit ganz viel Fernweh, einem Flugticket im Beutel und einer großen Portion VfL-Liebe. Und ich muss sagen: Ich bin genau am richtigen Ort gelandet.
Was machen Deine Eltern und Deine Geschwister beruflich? Sind sie auch Maskottchen?
Meine Mama ist Sportlehrerin für kleine Kängurus und mein Papa trainiert das Hüpfen im Nationalpark. Meine Geschwister sind noch in der Ausbildung – aber ich bin der Einzige in der Familie, der es bisher zum Profi-Maskottchen geschafft hat.
Triffst Du Dich auch mit anderen Maskottchen?
Ja klar! Manchmal bei Spielen oder besonderen Ereignissen. Aber natürlich weiß jeder: Ich hüpfe für den tollsten Verein der Welt.
Welche Schuhgröße hast Du?
Kängurugröße. Ich trage Spezial-Sprungschuhe, Größe „Hüpf-2009“.
Wie groß bist Du?
Ich bin 2,30 Meter groß und damit groß genug, um die Fans zu sehen – und trotzdem klein genug, damit mich jedes Kind umarmen kann.
Bist Du nach all den Jahren, in denen Du den VfL begleitest, noch aufgeregt vor jedem Spiel?
Oh ja! Vor allem wenn die Halle langsam voll wird. Dann klopft mein Känguru-Herz ganz schnell. Aber sobald die Fans klatschen, weiß ich: Jetzt geht es los.
Hast Du ein besonderes Ritual vor dem Spiel?
Ja. Ich hüpfe dreimal auf der Stelle, klatsche mit unseren Spielern in der Kabine ab und mache meinen Glückshüpfer Richtung Spielfeld. Das bringt Punkte – versprochen!
Schläfst Du in einem VfL-Schlafanzug?
Natürlich. Er ist blau-weiß gestreift und selbst genäht. Und manchmal mit kleinen Handbällen drauf. Man muss ja vorbereitet sein. VfL-Bettwäsche habe ich natürlich auch.
Gibt es vor einem Handballspiel noch Snacks für Dich?
Aber klar. Karotten, Äpfel und manchmal ein bisschen Hallen-Energie in Form von Apfelschorle. Süßigkeiten nur ganz selten – ich muss ja fit bleiben.
Wo hast Du so toll tanzen gelernt?
In Australien nennt man das „Känguru-Hop-Dance“. Aber die besten Moves habe ich tatsächlich in der Schwalbe-Arena gelernt – von den Fans.
Was ist Deine Lieblingsmusik?
Alles, was laut ist und gute Stimmung macht. Besonders, wenn die ganze Halle mitsingt. Dann tanze ich automatisch los.
Hast Du einen Trainingsraum für Deine coolen Tanzmoves?
Mein Trainingsraum ist die ganze Arena. Aber manchmal übe ich heimlich in der Kabine – nicht, dass mir die Jungs meine Moves klauen.
Wer war Dein Lieblingsspieler bei der Europameisterschaft im Januar?
Puh, schwere Frage. Ich finde alle toll, die mit Herz spielen. Aber am meisten jubel ich natürlich, wenn unsere VfL-Spieler auf der Platte stehen.
Verrätst Du uns zum Abschluss noch ein Geheimnis: Was hast Du eigentlich in Deinem Beutel?
Ganz wichtig: Glück für die Mannschaft, manchmal auch Autogrammkarten, ein paar Snacks – und manchmal kleine Überraschungen für die Kinder. Was genau drin ist, bleibt aber Känguru-Geheimnis.
