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Zum dritten MalGummersbacher Autosalon mit Fokus auf E-Mobilität

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Dort, wo sonst die Handballer des VfL Gummersbach spielen, standen am Wochenende vor allem Autos mit E-Antrieb.

Fahrzeugmesse in der Schwalbe-Arena zeigte 17 Marken von sechs Ausstellern – kaum noch Verbrenner dabei.

E-Auto? Oder doch lieber einen Verbrenner? Viele Menschen, die Autofahren und sich einen neuen Wagen anschaffen wollen, stehen genau vor dieser Frage. Die aktuelle Förderung für neue Elektroautos soll die Entscheidung einfacher machen. Doch wie sieht es in der Realität aus, was kosten vollelektrische Autos und welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, damit sich der Schritt auch wirklich lohnt? Der dritte Gummersbacher Autosalon, der am Wochenende in der Schwalbe-Arena stattfand, konnte da gewiss einiges an Aufklärung und Hilfestellung leisten.

Und nicht nur das. Die Besucher hatten auch die Gelegenheit, unterschiedliche Automarken unter einem Dach zu finden und, bei Bedarf, hinter dem Lenkrad Platz zu nehmen, ohne von Autohaus zu Autohaus durch den Kreis reisen zu müssen. In der Summe waren es 17 Marken, die von sechs Autohäusern gezeigt wurden, darunter auch Camper und Nutzfahrzeuge. Das Angebot reichte vom kleinen Stadtflitzer bis hin zur G-Klasse von Mercedes für 170.000 Euro als dem teuersten Pferd im Stall. Einer der Besucher war Frank Zimmermann (65). „Ich will heute mal sehen, wie das aktuelle Angebot ausschaut“, sagt Zimmermann. Zu seinem Haushalt gehören aktuell zwei Verbrenner; ein VW T-Cross und ein Audi A4. Und was soll der nächste werden? Zimmermann ist sich noch nicht schlüssig, nutzt daher auch den Autosalon für ein Update. Daheim, so sagt er, habe er noch keine PV-Anlage. Und bei den Investitionskosten, die für einen Rundumschlag anfallen würden, müsse man sich schon fragen, ob sich das alles lohne.

Entscheidung hängt ganz stark von den Rahmenbedingungen ab

Dass die Entscheidung für einen vollelektrischen Wagen auch ganz stark von den Rahmenbedingungen abhängen würden, das sagen Andre Hafner und Daniel Siemetzki vom Ford Autohaus Bergland. Ihr Autohaus ist in der Schwalbe-Arena mit einem klaren Fokus auf E-Mobilität angetreten. „Bis auf einen Camper und einen Ford Mustang V8 stehen hier nur E-Fahrzeuge“, berichten die beiden. Und wie sieht es aktuell mit der Nachfrage aus? Sie sei wieder angestiegen, die vom Bund ausgelobte Prämie zeige ihre Wirkung. Hafner berichtet, dass reine Verbrenner immer weniger nachgefragt würden. Der Fokus gehe ganz klar in Richtung Hybrid oder vollelektrisch. Dabei hänge die Entscheidung vielfach davon ab, welche Hardware daheim zur Verfügung stünde. Also angefangen bei einer eigenen PV-Anlage auf dem Dach bis zu einer Wallbox. In manchen Fällen sei ein Vollhybrid noch immer die bessere Wahl. Und was ist mit Vielfahrern?

Die beiden berichten aus der Kundschaft, dass es dort auch Vielfahrer gebe, die vollelektrisch unterwegs seien und Ladepausen für die Arbeit am Laptop nutzten. Zufrieden mit der Resonanz zeigte sich Hallenmanager Wolf-Dietrich Weithöhner. Er berichtete, dass die Autohäuser ihn gedrängt hätten, den Autosalon wieder aufleben zu lassen. Diesmal aber im Winter und nicht wie zuletzt im September, wo die Resonanz in der Halle bei Spätsommerwetter draußen doch eher bescheiden gewesen sei.