Die Chefs von Oberbergs Hausärzteverband erklären, warum die 32-Grad-Marke so heikel ist.
Hausärzte warnenZahlreiche Hitze-Notfälle in Oberberg

Bei hochsommerlichen Temperaturen raten die Mediziner auf jeden Fall zur Kopfbedeckung.
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Mit Blick auf die zuletzt hochsommerlichen Temperaturen meldet der oberbergische Hausärzteverband die „Häufung hitzegetriggerter Erkrankungen“ wie Entzündungen im Kopf-, Ohren- und Nebenhöhlenbereich, Schwächezustände und Bronchialerkrankungen. Darum empfehlen die beiden Vorsitzenden Dr. Ralph Krolewski und Dr. Thomas Aßmann den Oberbergern dringend, sich vor Hitze zu schützen. In den vergangenen Tagen habe er draußen die meisten Menschen ohne Kopfbedeckung gesehen, kritisiert Krolewski in einer Mitteilung des Hausärzteverbandes vom Dienstag.
Ärzte raten zum Besuch im Schwimmbad oder in der Kirche
Dabei wirke die Sonnenhitze direkt auf Hirnfunktionen. Schon 20 Minuten bei hohen Außentemperaturen und direkter Sonneneinstrahlung – etwa während des Gangs zum Einkauf – könnten bei Senioren zum Hitzekollaps führen. Als besonders kritisch bewerten die beiden Mediziner die Marke von 32 Grad im Inneren von Gebäuden, wenn diese sich bei Hitzewellen jeden Tag ein wenig mehr aufheizen. Krolewski und Aßmann raten, kühle Bereiche aufzusuchen, zum Beispiel klimatisierte Gebäude, Schwimmbäder oder auch Kirchenräume.
Daneben solle man sich möglichst im Schatten aufhalten, Aktivitäten in die kühlere Tageszeit verlagern und überhaupt alles vermeiden, was den Körper anstrengt. Ausdrücklich fordern Oberbergs Hausärzte Hitzeschutzkonzepte, wie sie in anderen Ländern bereits verbreitet seien. Es gehe darum, dass die Gefahrensituation als solche erkannt werde, bis hin zum möglichen Eintreten von Hitze-Katastrophenlagen, betont Krolewski der Mitteilung zufolge. (sfl)