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Ermittlung gegen zwei JugendlicheBislang 30.000 Euro Spenden für verwüsteten Spielplatz

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Die zerstörten Geräte auf dem Abenteuerspielplatz.

Die zerstörten Geräte auf dem Abenteuerspielplatz.

Die Verwüstung des Abenteuerspielplatzes hat für große Betroffenheit in Lindlar gesorgt. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt gegen zwei Jugendliche.

Wie die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigt hat, gibt es im Zusammenhang mit der Verwüstung des Abenteuerspielplatzes im Lindlarer Freizeitpark ein Ermittlungsverfahren. „Das richtet sich insbesondere gegen zwei 17-jährige Beschuldigte, die im Verdacht stehen, am 14. Januar 2026 von einer Baustelle in Lindlar einen Radlader sowie Bauwerkzeuge von erheblichem Wert entwendet zu haben. Anschließend sollen sie mit dem Radlader zu dem betreffenden Spielplatz gefahren und dort Spielgeräte mutwillig zerstört haben“, so Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

Danach sollen die Jugendlichen an der Lindlarer Bahntrasse mit dem gestohlenen Radlader Holzbänke eine Böschung hinuntergestoßen haben. Laut Staatsanwaltschaft haben Durchsuchungen stattgefunden, Beweismittel wie Mobiltelefone wurden beschlagnahmt. Mit ihrer Hilfe soll zum einen der genaue Tatablauf, zum anderen auch die jeweiligen Tatbeteiligungen aufgeklärt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt „wegen des Verdachts des Diebstahls im besonders schweren Fall sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung.“ Laut Informationen dieser Zeitung kommen die Jugendlichen aus Hartegasse und Linde.

Erneuerung der Geräte soll 106.000 Euro kosten

Laut Bremer  befindet sich einer der Beschuldigten wegen einer anderen ihm zur Last gelegten Tat in der Justizvollzugsanstalt. Mehr könne er wegen der laufenden Ermittlungen nicht mitteilen. Bei einem Termin zu dem Spielplatz, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte, wurde der aktuelle Spendenstand mitgeteilt. Bislang sind 30.000 Euro zusammengekommen. Dem stehen rund 106.000 Euro an Kosten für die Erneuerung der Spielgeräte gegenüber. Der zeitliche Ablauf ist ebenso offen, wie die Frage, wer die Kosten übernimmt. Die Gemeinde müsste den Auftrag ausschreiben, und es würde lange dauern, bis der beliebte Spielplatz wieder genutzt werden kann.

Kai-Martin Antweiler vom Verein „Laberköppe“, der eine Spendenaktion organisiert hatte, schlug vor, das Gelände an den Verein zu verpachten, damit er die Geräte ohne Ausschreibung anschaffen kann. Damit ließe sich sehr viel Geld sparen. Nun muss die Politik entscheiden, wie es weitergeht.