Bürger brachten bei Versammlung ihre Ideen zum Gestaltungsleitfaden für das historische Zentrum von Lindlar ein.
VersammlungVorschläge für einen attraktiveren Ortskern in Lindlar

Das Lindlarer Rathaus.
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Rund 40 Bürger waren in den Saal des Severinushauses gekommen, um ihre Fragen und Anregungen zum Gestaltungsleitfaden für den historischen Ortskern einzubringen. Bürgermeister Sven Engelmann begrüßte die Gäste, unter ihnen auch der Bundestagsabgeordnete Carsten Brodesser, der frühere Bürgermeister Hermann-Josef Tebroke, Vertreter von CDU und SPD, des Einzelhandels und der Kirchengemeinde, die auch Gastgeber war.
Welche Möglichkeiten der Gestaltungsleitfaden, der ein Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) ist, bietet und wie der Zeitplan aussieht, das erläuterten Juliane Kopperschmidt vom Dortmunder Architekturbüro „B.A.S. Kopperschmidt + Moczala“ sowie Nicole Mirgeler von der Stabsstelle Gemeindeentwicklung.
Gemeinde will Ortsteilmanager einstellen
Es gehe darum, den historischen Ortskern attraktiver zu machen, zudem sei der Leitfaden erforderlich, um Zuschüsse, etwa aus dem Hof- und Fassadenprogramm, zu erhalten. Ganz wichtig sei ihnen, die Bürger mitzunehmen und die Ideen und Anregungen einzubeziehen. Auch der Verfügungsfonds stehe zur Verfügung um Projekte von Privat- und Geschäftsleuten, etwa bei der Begrünung und Entsiegelung von Einfahrten oder Fassadenbegrünung zu bezuschussen.
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Um die Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, Fragen zu klären und die Umsetzung von Ideen zu ermöglichen, soll ein Ortsteilmanager eingestellt werden. Zurzeit laufe die Ausschreibung. Sie sei zuversichtlich im März die Stelle besetzen zu können, so Mirgeler. Das Ortsteilmanagement solle, auch für das Isek im Ortskern, als Mittler zwischen Bürger, Geschäftsleuten, Vereinen und der Verwaltung dienen. Mindestens einmal in der Woche soll der Ortsteilmanager für die Bürger zur Verfügung stehen.
Gelungene Beispiele aus anderen Kommunen
Im Leitfaden, den man sich als eine Art Vorschlagskatalog mit gelungenen Beispielen aus anderen Kommunen vorstellen könne, sollten auch die Klimawandelanpassung, Freianlagen, Recycling von Baustoffen und Mobiliar sowie das Hof- und Fassadenprogramm berücksichtigt werden. Anhand einiger aktueller Beispiele, unter anderem an der Hauptstraße erläuterte Kopperschmidt, wie Vorschläge zur Verbesserung aussehen könnten.
Der Leitfaden bezieht den öffentlichen, den halb-öffentlichen und den privaten Raum ein. Er soll eine „Toolbox“ bieten, so Mirgeler, und für Mobiliar und Ausstattung, Beläge und befestigte Flächen, Begrünung, Entsiegelung und Wasser, Beleuchtung und Gestaltung der Fassaden zum öffentlichen Raum gelten. Er sei keine Satzung und nicht verbindlich, sondern als Vorschlag, als Ideensammlung zu verstehen.
Die Besucher hatten einige Nachfragen und Anregungen. So war Lothar Lüdenbach wichtig, dass die Barrierefreiheit durchgängig gegeben sei. Ein Unterfangen, das in einem gewachsenen alten Ortskern mit begrenzten Räumen nicht immer einfach umzusetzen sei, sagte Engelmann. Aber die Barrierefreiheit sei auch der Verwaltung ein wichtiges Anliegen. So sollen die Einfassungen der Baumscheiben und Grünbereiche künftig ebenengleich und nicht mehr erhöht sein. Das sei auch für mögliche Veranstaltung sinnvoll.
Hermann-Josef Tebroke schlug vor, die Eingänge zum historischen Ortskern attraktiv zu gestalten und für Touristen sichtbarer zu machen. Um mehr Besucher, auch in die Gastronomie zu holen, sei Werbung und Zusammenarbeit mit dem Freilichtmuseum wünschenswert. Wer Ideen und Anregungen hat, kann sich per Mail an freiraeume@lindlar.de wenden.

