Die Nachfrage nach Senioren gerechtem Wohnraum in Lindlar ist hoch. In direkter Nähe zum Ortskern werden nun zwölf Wohnungen gebaut.
Zwölf Wohnungen für Senioren in LindlarNeubau neben Pfarrer-Braun-Haus

Das Neubauprojekt der Deutschordens-Altenzentren gGmbH mit zwölf Wohnungen entsteht an der Korbstraße.
Copyright: Architekturbüro Rosiny
Zwölf neue Wohnungen mit Service für Senioren sollen bis Ende 2027 an der Korbstraße und damit direkt am Ortskern entstehen. Bauherr ist die Deutschordens-Altenzentren Konrad Adenauer gGmbH. Der gemeinnützigen Organisation gehört auch das Altenzentrum Pfarrer-Braun-Haus, das in unmittelbarer Nähe liegt. Dessen Angebote können von den künftigen Mietern mitgenutzt werden, sagt Kathrin Kürten, Prokuristin des Unternehmens, bei einem Ortstermin.
Denn dort, wo das neue Wohnangebot entstehen soll, steht jetzt noch ein Gebäude, die alte Kaplanei. Das ist in einem Zustand, der einen wirtschaftlich sinnvollen Umbau verhindere, sagt Architekt Thomas Rosiny. Das Gebäude gehört dem Deutschordens-Altenzentrum und es stellte sich die Frage nach der weiteren Nutzung, so Kürten. Der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum sei hoch, das Altenzentrum erhalte viele Nachfragen, nicht nur nach Plätzen zur Pflege.
Neubau liegt weniger Meter vom Pfarrer-Braun-Haus entfernt
Eine Betreuung und Pflege durch das Pfarrer-Braun-Haus werde es in dem Neubau nicht geben, sagt Sarah Klever, die stellvertretende Zentrumsleiterin. Es könnten aber Leistungen in Anspruch genommen werden wie etwa das Mittagessen im Pfarrer-Braun-Haus oder die dortigen Angebote wie Spiele und mehr. Der Neubau liegt nur wenige Meter entfernt und ist barrierefrei zu erreichen.
Wer Pflege benötige, könne diese über die entsprechenden Dienste privat organisieren. Auch Hausmeisterdienste wird es geben und Beratung, sagt Klever. In dem dreigeschossigen Neubau wird es neben den Wohnungen auch einen Raum für das Quartiersbüro geben. Es soll Anlaufstelle für alle Bewohner der dann 45 Wohneinheiten der Einrichtung werden. Doch bis das neue Gebäude steht, wird es Ende nächsten Jahres werden, sagt der Architekt.
Wohnungen sind 45 und 60 Quadratmeter groß
Los geht es in der nächsten Woche, dann starten die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss des jetzigen Baus. Danach wird die Baugrube ausgehoben. Voraussichtlich im nächsten Monat können dann mit dem Rohbau begonnen werden, hofft Rosiny. „Quartierhaus Alte Kaplanei“ soll der Neubau heißen, der drei Stockwerke hoch wird. Das obere Geschoss wird eine Dachterrasse erhalten, alle Wohnungen einen Freibereich, entweder als Balkon oder als Loggia. Gebaut wird in Massivbauweise.
Die barrierefreien Wohnungen werden über Laubengänge erschlossen, der Hauseingang befindet sich auf der Seite, die zum Ortskern zeigt. Die Wohnungen sind zwischen 45 und 60 Quadratmeter groß und als Zwei-Zimmer-Wohnungen ausgelegt. Das heißt, es gibt jeweils ein Schlafzimmer und einen Wohn-/Essbereich. Die Wärmeversorgung erfolgt mittels Wärmepumpe, der benötigte Strom wird auch durch eine auf dem Dach vorgesehene Photovoltaikanlage geliefert. Alle Wohnungen erhalten eine Fußbodenheizung. Die gesamte Wohnfläche beträgt 600 Quadratmeter.
Die Nachfrage nach den neuen Wohnungen sei schon jetzt sehr groß, obwohl die Pläne noch gar nicht veröffentlicht wurden, sagt Kürten. Sie freut sich, mit dem Neubau das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen zu können.
