InsolvenzMarienheider Vogelsang-Mitarbeiter wissen nicht, was los ist

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Die Firma Vogelsang in Marienheide-Kalsbach.

Die Firma Vogelsang in Marienheide-Kalsbach.

Weder für die Beschäftigten noch den Betriebsrat der Marienheider Firma Vogelsang sei der vorläufige Insolvenzverwalter zu erreichen.

Die Belegschaft des insolventen Regalbauers Vogelsang ist in Sorge darüber, wie es mit ihnen in Marienheide-Kalsbach weitergeht. Im April hatte es geheißen, dass die Produktion des Marienheider Regalbauers gesichert sei. Und was die Löhne und Gehälter der 42-köpfigen Belegschaft angeht, hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Henning Dohrmann ebenfalls gute Nachrichten: „Die Zahlungen sind bis Mai abgedeckt“, sagte Dohrmann.

Insolvenzverwalter ist nicht zu erreichen

Doch der Mai ist bald vorbei und die Sorge im Betrieb wächst. Das berichtet der Betriebsratsvorsitzende Olcay Sen. Weder für die Beschäftigten noch den Betriebsrat sei der vorläufige Insolvenzverwalter zu erreichen. Überhaupt klagt er über eine fehlende Kommunikation und Kooperation mit dem Betriebsrat in dem bisherigen Insolvenzverfahren.„Es gibt keine Transparenz gegenüber der Belegschaft“, so der Betriebsratsvorsitzende verärgert.

Und Fragen, die an die Geschäftsleitung gestellt würden, blieben ebenfalls unbeantwortet. Dabei pressiere es in den Augen der Mitarbeiter. „Kurz vor Ablauf der drei Monate weiß immer noch niemand, wie es weitergehen soll und ob eine Auffanggesellschaft gegründet wird, ob die Menschen eine Abfindung bekommen oder am Ende arbeitslos werden“, sagt Sen. Was die drei Monate angeht, stellt der Vorsitzende auf das Insolvenzausfallgeld ab, das es im Falle einer Insolvenz für drei Monate gibt. Dieses Zeitfenster schließt sich allerdings Ende der kommenden Woche.

Henning Dohrmann, vorläufiger Insolvenzverwalter in diesem Verfahren, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er am Freitag ein Treffen mit dem Geschäftsführer von Vogelsang habe. Vom Vertreter der IG Metall erwarte er noch einen Rückruf. Kommende Woche, so Dohrmann, werde er im Betrieb sein. Ob und wie es für die Belegschaft weitergeht, dazu konnte er am Donnerstag nichts sagen.

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