Franzosen zu Gast in OberbergMorsbach und Milly-la-Forêt feierten ihre Partnerschaft

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Szene vom Platzkonzert.

In Holpe spielte der örtliche Musikkreis für die Delegation aus Morsbachs französischer Partnergemeinde Milly-la-Forêt unter anderem „Ein Freund, ein guter Freund“.

Seit mehr als 50 Jahren verbindet die Gemeinde Morsbach eine Partnerschaft mit dem Gemeindeverband Milly-la-Forêt. Jetzt war eine französische Delegation zu Gast. 

Mit einem Platzkonzert begrüßte der Musikkreis Holpe eine 32-köpfige Delegation aus der Morsbacher Partnergemeinde Milly-la-Forêt, gut 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Paris. Nach dem Auftakt mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists spielten die Musiker unter Leitung von Andi Klein „Ein Freund, ein guter Freund.“

In seiner auf Deutsch und Französisch gehaltenen Begrüßung dankte Detlef Schmidt, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Morsbach – Milly-la-Forêt, gleich zu Beginn den Gastgeberfamilien aus Morsbach, Reichshof, Waldbröl, Ruppichteroth und dem Siegerland, die die Delegationsmitglieder bei sich von Donnerstag bis Sonntag aufgenommen hatten. „Eine gute Partnerschaft benötigt stets Inspiration, Pflege, Akzeptanz und Anerkennung“, betonte Schmidt.

Die Leute sind nett, die Musik ist klasse, es ist einfach alles schön.
Marlène Schwörer

Dies gelte nicht nur für persönliche Beziehungen, sondern auch für die vor mehr als 50 Jahren geschlossene Verbindung der Gemeinde Morsbach nach Milly-la-Forêt und den 14 umliegenden Ortschaften des Gemeindeverbands. Dafür müsse eine Partnerschaft lebendig gehalten werden. Der Vorsitzende führte aus, dass ein gegenseitiges Kennenlernen am besten gelinge bei Musik, leckerem Essen und gemeinsamen Unternehmungen.

So hatte die Gruppe nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jörg Bukowski am Donnerstagabend im Kulturbahnhof am Freitag einen Tagesausflug nach Linz am Rhein gemacht, bei dem alle drei Elemente vereint waren. Nach einer kulinarischen Stadtführung mit fünf Stationen gab es ein Drehorgelkonzert mit knapp zehn Instrumenten anlässlich des Internationalen Drehorgelfestivals sowie eine Fahrt mit dem historischen Schienenbus durch das Kasbachtal auf einer der steilsten Zugstrecken Deutschlands.

Am Samstag wartete auf die französischen Gäste nach dem etwa einstündigen Platzkonzert ein umfangreiches Buffet aus rund 25 verschiedenen Torten und Kuchen im evangelischen Gemeindehaus, das die Mitglieder des Partnerschaftsvereins liebevoll vorbereitet hatten. Anschließend führten die Besucher den Oberbergern vor, wie man in Frankreich Boule spielt.

„Hier ist es wirklich wunderbar“, freute sich Marlène Schwörer. Die aus dem Elsass stammende Präsidentin des Partnerschaftskomitees ergänzte: „Die Leute sind nett, die Musik ist klasse, es ist einfach alles schön.“ Gefördert wurde der jährlich an Christi Himmelfahrt beginnende Partnerschaftsbesuch mit 3000 Euro vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds, der zu gleichen Teilen vom Bund und der französischen Regierung finanziert wird.

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