Die neue Technik soll wie die jetzige unverstärkt für Veranstaltungen mit bis zu 800 Menschen reichen.
ModernisierungNeue Lüftungsanlage für Nümbrechter GWN-Arena

Zweimal im Jahr macht der Publikumsmagnet namens Musikverein Heddinghausen die GWN-Arena zuverlässig voll.
Copyright: Michael Kupper (Archivfoto)
Die GWN-Arena wird mit einer neuen Lüftungsanlage ausgerüstet. Ihre Dimensionierung entspricht dabei der bisherigen Anlage. Das hat der Nümbrechter Gemeinderat am Mittwoch einstimmig beschlossen. Zu klären war in diesem Zusammenhang noch, wie viel Geld dafür locker gemacht werden sollte – zwischen der Kostenschätzung eines Fachbüros und dem Ergebnis der Ausschreibung lag nämlich eine namhafte Abweichung bei den Kosten.
Aus drei Vorschlägen der Verwaltung entschied sich die Politik für den Mittelweg. Die Kosten, für die Fördermittel beantragt und auch bewilligt wurden, werden bei rund 965.000 Euro liegen. Weil im Haushalt aber nur 850.000 Euro veranschlagt sind, entsteht eine Deckungslücke in Höhe von gut 114.000 Euro. Diese soll mit aus dem Infrastrukturgesetz NRW zur Verfügung gestellten Mitteln geschlossen werden, hatte Fachbereichsleiter Jan Foerster im Haupt- und Finanzausschuss erörtert.
Parallel wird die Technik modernisiert
Das aktuell vorliegende Angebot – das jetzt nicht zum Zuge kommen wird – hätte aber Kosten in Höhe von fast 1,3 Millionen Euro verursacht. Dieses Lüftungsgerät sieht eine Nennleistung von 32.000 Kubikmetern pro Stunde vor. Damit, so Foerster, hätten in der GWN-Arena Veranstaltungen mit der maximal zugelassenen Personenzahl stattfinden können: 1100 bei bestuhlten Veranstaltungen, 1350 bei Stehveranstaltungen.
Diese Anlage hätte allerdings zehn Wärmepumpen benötigt, und gerade die seien zuletzt im Preis gestiegen, was die Kostensteigerung in erster Linie bedingt habe. Die Anlage, deren Anschaffung jetzt beschlossen ist, bringt zwar mit 16.000 Kubikmetern pro Stunde nur die Hälfte der Nennleistung der Millionen-Anlage mit, kommt aber dafür mit weniger Wärmepumpen aus und die angenommenen Gesamtkosten liegen etwa 300.000 Euro niedriger als bei der Maxi-Lösung.
Die aktuell stattfindenden zwei Veranstaltungen pro Jahr mit Größenordnungen von 1100 Personen wären weiterhin unzulässig und müssten über eine alternative Lüftungslösung geregelt werden.
Dabei wird jetzt nicht nur die Anlage getauscht, sondern die Technik dahinter wird ebenfalls modernisiert. Weil die neue Lüftungstechnik auch die Möglichkeit der Kühlung biete, sei unterm Strich eine Verbesserung der Luftqualität in der GWN-Arena zu erwarten. Die Arbeiten sollen so weit wie möglich in den Sommerferien verrichtet werden.
Was sich nicht ändern wird ist die maximal zulässige Personenzahl in der Halle. Dazu schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage: „Die aktuell stattfindenden zwei Veranstaltungen pro Jahr mit Größenordnungen von 1100 Personen wären weiterhin unzulässig und müssten über eine alternative Lüftungslösung geregelt werden.“
Die Bauaufsichtsbehörde habe in ihrer Genehmigungsauflage festgelegt, dass ohnehin nur vier Großveranstaltungen pro Jahr in der GWN-Arena über die Bühne gehen dürfen. Auch vor diesem Hintergrund müsse man den großen Kostenunterschied zwischen der Maximallösung und der jetzt beschlossenen Anlage einschätzen, so die Verwaltung.
Erörtert hatte man im Nümbrechter Rathaus auch die Anschaffung einer Anlage mit einer Leistung von 24.000 Kubikmetern pro Stunde, die hätte aber preislich nicht weit weg gelegen von der ganz teuren Lösung.
Von vorne herein abgeraten wurde durch den zuständigen Fachbereich im Rathaus von der Idee, die bestehende Anlage einfach weiterlaufen zu lassen. Denn: „Es verbleibt das Risiko eines irreparablen Defekts aufgrund des Anlagenalters und nicht mehr lieferbarer Ersatzteile.“
