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Fußball-LegionärSinan Karweina will beim FC Luzern auf sich aufmerksam machen

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Sinan Karweina läuft mit dem Ball am Fuß über den Platz.

Sinan Karweina hofft auf mehr Spielzeit beim FC Luzern. 

Der 26-jährige Offensivspieler aus Eckenhagen bekam in der Vorbereitung  auf die Rückrunde Einsatzzeiten.

Bei der Generalprobe zur Rückrunde legte Sinan Karweina den 2:1-Siegtreffer für den FC Luzern auf gegen den österreichischen Bundesligisten SCR Altach vor. Eine Woche zuvor testete der Fußball-Club aus der Schweiz gegen den VfB Stuttgart und verlor nur knapp mit 2:3. Die zweite Halbzeit gewann Luzern sogar mit 2:1 – und mit Karweina auf dem Platz. „Das war eine gute Leistung gegen einen Champions-League-Teilnehmer“, berichtet der 26-Jährige aus Reichshof-Eckenhagen.

Keine Frage: Nach einem enttäuschenden Jahr 2025 mit zu wenig Spielzeit will der Offensivakteur wieder angreifen. Die Vorbereitung nutzte Karweina, um auf sich aufmerksam zu machen. „Ich bin topfit. Die freien Tage habe ich genutzt für Extra-Schichten im eigenen Kraftraum und mit einem Athletik-Trainer. Ich lasse mich nicht hängen – sobald ich gebraucht werde, bin ich bereit“, betont Karweina.

Sinan Karweina hat die Rolle des Jokers

In der Hinrunde wurde der 26-Jährige jedoch weniger gebraucht, als er sich das erhofft hatte. In elf Spielen kam Karweina zum Einsatz, stand jedoch nur ein Mal in der Startelf – und bereitete in dieser Partie prompt einen Treffer vor. Ansonsten blieb ihm nur die Rolle des Jokers. 203 Minuten Spielzeit stehen nach der Hinrunde zu Buche.

Zu wenig für den ehrgeizigen Oberberger, bei dem der Knoten bei der vorherigen Station bei Austria Klagenfurt in der österreichischen Liga geplatzt war. An das beste Jahr seiner Karriere wollte er nach dem Wechsel in die Schweiz anknüpfen. Doch es folgte eine Verletzung in der Hinrunde der Saison 2024/2025 mit längerer Ausfallzeit. Seitdem ist Karweina beim FC Luzern nur noch zweite Wahl.

Ich will meine Stärken stärken und meine Schwächen schwächen
Sinan Karweina, Profi-Fußballer

An Motivation und Durchsetzungswille mangelt es allerdings nicht. „Ich will meine Stärken stärken und meine Schwächen schwächen“, verrät Sinan Karweina sein Motto, das dazu führen soll, dass er im Jahr 2026 wieder häufiger sein Können auf dem Platz zeigen kann. „Mein Ziel ist es, der Mannschaft auf dem Platz helfen zu können und gemeinsam erfolgreich zu sein. Dafür werde ich in jedem Training ans Limit gehen. Ich weiß, was ich kann und dass ich die Qualität und auch die Erfahrung habe, um der Mannschaft zu helfen und wieder zu einer Schlüsselfigur zu werden“, sagt Karweina.

Und er fügt hinzu: „Ich versuche, ganz viele Argumente dafür zu liefern und umzusetzen, was der Trainer einfordert. In meinen Augen kann ich auch die Rolle eines Führungsspielers übernehmen und vor allem den jungen Spielern auf dem Platz viel geben, sie mit meiner Spielweise pushen und mitziehen.“

Er sei sich sicher, dass seine Zeit im Jahresverlauf wieder kommen wird. „Ich bin richtig gut drauf und habe maximal Bock, sobald ich auf dem Platz stehe – ob im Training oder im Spiel. Ich gebe immer alles, weil ich es nach wie vor liebe, Fußball zu spielen“, betont der 26-Jährige, dessen Vertrag in Luzern noch bis zum Sommer läuft.

Die Vorbereitung sei knackig gewesen, nicht selten mit zwei Einheiten am Tag. Schließlich darf es in der Tabelle nach der kurzen Winterpause gerne noch etwas nach oben gehen. Nach 19 Spielen belegt der FC Luzern den achten Platz – sechs Punkte hinter Rang sechs, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigen würde.

„Für uns geht es erst einmal darum, uns zu stabilisieren und den Schwung aus dem Erfolgserlebnis vor der Winterpause mitzunehmen“, berichtet Karweina – und will weiterhin Argumente liefern, dass er bei diesem Vorhaben ein wichtiges Puzzlestück sein kann. Dafür schuftet Sinan Karweina jeden Tag, in jeder Einheit. Und brennt auf mehr Spielzeit in 2026.