VfL-Sieg gegen ErlangenAm Ende wurde selbst der Gummersbacher Trainer nervös

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Heimspiel VfL Gummersbach gegen HC Erlangen
Foto: Nina Brüggemann

Als die VfL-Spieler nach dem Abpfiff den Sieg über Erlangen feierten, war auch Torhüter Tibor Ivanisevic mit dabei.

Kurz vor Schluss drohte der VfL Gummersbach die schon sichergeglaubte Führung noch zu verlieren. 

Nach dem Abpfiff gestand VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson, dass er zum ersten Mal in dieser Saison in den letzten Spielminuten nervös gewesen sei. Etwas, was eigentlich ganz untypisch für ihn sei. Mit ihm zitterten über 4000 Zuschauer in der ausverkauften Schwalbe-Arena, denn die Gummersbacher hätten eine eigentlich sichere Führung fast noch aus der Hand gegeben.

Doch das letzte Anspiel der Erlanger verpasste Kreisläufer Sebastian Firnhaber und der VfL brachte den Sieg ins Ziel. Mit 32:31 (14:17) gewannen die Gummersbacher gegen den HC Erlangen und schoben sich in der Tabelle der Handball-Bundesliga auf Platz acht. Der VfL, der erneut ohne Miro Schluroff (Oberschenkelverletzung) antrat, brauchte einige Zeit, bis er ins Spiel gefunden hatte. Beim 9:8 (13.) durch ein Kempa-Tor von Julian Köster gingen die Gummersbacher erstmals in Führung, auch weil Stepan Zeman der Abwehr mehr Stabilität gab.

Gummersbachs Torwart Tibor Ivanisevic muss verletzt vom Spielfeld

Dafür lief es im Angriff nicht mehr so rund, nachdem Erlangen vom glücklosen Torhüter Klemen Ferlin auf Bertram Obling gewechselt hatte, der parierte. Beim 10:10 (17.) hatten die Gäste ausgeglichen und setzten sich bis zur Pause auf drei Tore ab. Nach dem Wiederanpfiff fanden die Gummersbacher deutlich besser in die Partie. Torhüter Tibor Ivanisevic, der in der 22. Minute durch Fabian Norsten ersetzt worden war, habe ihm in der Pause gesagt, dass er sich keine Sorgen machen müsse, er mache das schon, berichtete sein Trainer.

Der Torhüter führte sich nach dem Anpfiff gleich mit drei starken Paraden ein, verletzte sich beim Stand von 22:22 (42.) aber, als er bei Unterzahl beim Hineinlaufen versuchte, den Ball aufs leere Tor abzuwehren und dabei mit der Hüfte an den Pfosten knallte. Norsten knüpfte an die Leistung des Kollegen an und beim 26:23 (46.) hatten die Gummersbacher erstmals auf drei Tore vorgelegt.

Blick auf einen Handballer, der auf das Tor wirft.

VfL-Spielmacher Dominik Mappes bemängelte die fehlenden Torhüterparaden auf Gummersbacher Seite.

Beim 32:27 (55.) durch ein Kempa-Tor von Lukas Blohme schien der VfL endgültig auf die Zielgerade zum Sieg eingebogen. Doch es war der letzte Treffer der Gastgeber, während Erlangen Tor um Tor näher kam. Dabei hielt Norsten sein Team mit zwei Paraden noch im Spiel, doch weder Dominik Mappes noch Tilen Kodrin oder Blohme brachten den Ball im Erlanger Tor unter. Und als dann auch noch Tom Jansen kurz vor Schluss einen sicheren Wurf verweigerte und stattdessen einen Fehlpass produzierte, schien der Sieg endgültig in Gefahr.

„Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht so schlecht gespielt“, sagte Dominik Mappes im Anschluss. Es hätten aber die Torhüterparaden gefehlt, die es dann nach der Pause gegeben hätten, und die zu mehr Effektivität im Angriff geführt hätten. Nach der Pause knüpfte Mappes auch an seine gewohnte Stärke an. Nach der langen Verletzungspause brauche es eben noch ein bisschen Geduld, erklärte der Spielmacher. Für den VfL Gummersbach geht es am kommenden Sonntag auswärts gegen den Tabellenvierten SG Flensburg-Handewitt weiter.

Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (7), Kodrin (3), Köster (4), Blohme (5), Schroven (2), Häseler (2), Mappes (6), Pregler (1), Jansen (1), Zeman (1). Tore HC Erlangen: Seitz (1), Bialowas (1), Zehnder (2), Fäth (1), Firnhaber (5), Büdel (3), Bissel (2), Jeppsson (4), Steinert (7/2), Olsson (3), Zechel (2).

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