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Neue LärmberechnungTempo 50 auf der Wipperfürther Nordtangente kommt

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Ein Verkehrsschild zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 50 steht auf einer Hauptstraße vor geparkten Autos.

Der Streit um Tempo 50 auf der Tangente ist entschieden.

Gegen den Widerstand von Straßen.NRW und Polizei ordnet die Stadt Wipperfürth niedrigere Höchstgeschwindigkeit an.

Der Einsatz von Anwohnerinnen und Anwohnern und großen Teilen der Politik hat Erfolg. Auf der Nordtangente, zwischen dem Blechmann-Kreisverkehr und der Leiersmühle, soll künftig eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelten, aktuell gilt dort Tempo 70. Die Tangente verläuft auf ihrer ganzen Länge innerorts. Begründet wird die Temporeduzierung mit der Lärmbelästigung der Anwohner. „Straßen.NRW hat mir gesagt, dass die Straßenmeisterei bereits mit der Umsetzung beauftragt worden ist“, sagte Björn Unterstenhöfer, Leiter des Ordnungsamtes, auf Nachfrage.

Neue Lärmberechnung vorgelegt

Wie die Verwaltung am Mittwochabend im Ausschuss für Klima, Umwelt und Stadtentwicklung mitteilte, lagen die Voraussetzungen für Tempo 50 aufgrund einer Berechnung von Straßen NRW (RLS-90) bislang nur auf dem Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr und der Kreuzung Königsberger Straße vor. Die Verwaltung hat sich daraufhin auch für den Abschnitt bis zur Leisersmühle eine Lärm-Berechnung (RLS-19) vorlegen lassen, die sich an den Grenzen des Bundesimmissionsschutzgesetzes orientiert.

Einige Häuser von Anliegern sind demnach von übermäßigem Verkehrslärm betroffen. Das eröffnet der Stadt einen Ermessensspielraum. Obwohl sich sowohl die Polizei als auch Straßen NRW auch angesichts der neuen Daten erneut gegen Tempo 50 auf der Nordtangente ausgesprochen haben – als Argument wird der „überörtliche Charakter“ der Straße angeführt – hat die Stadt nun Tempo 50 auch auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Königsberger Straße/Gartenstraße und der Leiersmühle angeordnet. Diese Anordnung hat sie   Straßen NRW als zugesandt.