Von der Orientalischen bis zur bergischen Milieukrippe: Diese Tour führt zu einigen der schönsten Krippen in Rhein-Berg.
Die schönsten KrippenBethlehem liegt mitten im Bergischen Land

Auch Schlosshotel Lerbach (hinter dem Stall) und die markante Rochuskapelle (rechts) sieht man in der Milieu-Krippe in St. Severin Sand.
Copyright: Guido Wagner
Nicht nur die Heiligen Drei Könige haben sich vor gut 2000 Jahren auf den Weg zur Krippe gemacht, auch viele Menschen im Bergischen lieben es, nach dem Fest das Weihnachtsgeschehen noch einmal im Miniaturformat anzuschauen. Dazu muss man sich nicht gleich auf den Kölner Krippenweg drängen – auch im Bergischen gibt es herrliche Krippeninszenierungen. Fünf reizvolle stellt unsere Tour vor.
Wir starten im Bergisch Gladbacher Stadtteil Sand. Die dortige St.-Severin-Kirche (Ecke Herkenrather Straße/Ommerbornstraße, 51465 Bergisch Gladbach-Sand) beherbergt eine Milieu-Krippe, die dem Betrachter seltsam vertraut erscheint.

Auch Schlosshotel Lerbach (hinter dem Stall) und die Kirche von Herrenstrunden, St. Johannes der Täufer (hinten rechts), sieht man in der Milieu-Krippe in St. Severin Sand.
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Schließlich kann man neben dem Krippengeschehen im Fachwerkambiente auch so bekannte Gebäude wie Schloss Lerbach, die Rochuskapelle bei Sand, die umliegenden Kirchen oder einen bergischen Backes entdecken. Die virtuelle Entdeckungsreise macht nicht nur kleinen Krippenbesuchern Spaß.
Orientalische Krippe im Hoffnungsthaler Sülztal
Weiter geht es dann über Heidkamp und Bensberg nach RösrathForsbach und in den Stadtteil Hoffnungsthal (Route siehe „Details zur Tour“). In den Vorderen Orient versetzt fühlt sich der Besucher in der Hoffnungsthaler Kirche St. Servatius (Navi-Adresse: Gartenstraße 13, 51503 Rösrath). Auch wenn die Krippenlandschaft im Laufe der Jahre etwas kleiner gestaltet wurde – Maria und Josef haben hier in einer Höhle Zuflucht gefunden, wie sie im Heiligen Land liegen könnte. Nicht weit entfernt ist ein Beduinenzelt zu sehen, treiben Hirten ihre Tiere durch ein karges Tal. An Felshängen erheben sich die Ausläufer einer Stadt.

Orientalisch mutet die Krippe in der St.-Servatius -Kirche von Rösrath-Hoffnungsthal an.
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In der Regel ist die Hoffnungsthaler Kirche unter der Woche tagsüber geöffnet. Zur Krippenbesichtigung ist sie darüber hinaus an den Wochenenden 27./28. Dezember und 3./4. Januar zusätzlich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Bergisch-idyllische Krippe in der Heiligenhauser St.-Rochus-Kirche
Weiter geht's von Hoffnungsthal über die Hofferhofer Straße hinauf auf den Höhenrücken und auf diesem nach links bis Overath-Heiligenhaus). Bergisch idyllisch und mit rustikalem Holzstall kommt die rund 50 Quadratmeter große Krippe im Altarraum von St. Rochus in Overath-Heiligenhaus (Navi-Adresse: Sankt-Rochusplatz 4, 51491 Overath-Heiligenhaus) daher.

Rustikal und groß ist die Krippe in St. Rochus in Overath-Heiligenhaus.
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Ein engagiertes Team stellt hier hohe Nadelbäume auf, die Feuerwehr hilft bei der Montage der Lichterketten. Zum Entdecken der Krippenlandschaft darf der Altarraum auch betreten werden.
Bergische Milieukrippe in der Biesfelder Pfarrkirche
Weiter geht es nun auf der L 136 den Heiligenhauser Berg hinunter durch Steinenbrück und Untereschbach, dort an der großen Kreuzung rechts durch Immekeppel und bis Obersteeg und dort links bis zum Abzweig nach Kürten-Offermannsheide. Durch den Ort und das dahinter liegende Engeldorf hinauf nach Biesfeld, wo die Kirche „Zur schmerzhaften Mutter“ (Mater Dolorosa) unmittelbar in der Biesfelder Ortsmitte zu finden ist (Navi-Adresse: Neuensaaler Straße 1, 51515 Kürten-Biesfeld). Geöffnet ist sie täglich von 8 bis 16.30 Uhr.

Jesu Geburt im Schnee: Als halbe Winterlandschaft und mit viel Lokalkolorit kommt die Milieukrippe in der katholischen Kirche von Kürten-Biesfeld daher.
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Winterlich ist die Kulisse der Milieu-Krippe in der Kirche von Kürten-Biesfeld, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Die Biesfelder Kirche selbst ist im Hintergrund der Krippenlandschaft zu erkennen, und das Restaurant „Zur Post“ gleich gegenüber – im Schnee. Neben dem Fachwerkstall, in dem Maria das Kind geboren hat, steht ein Haus, für das ebenfalls ein reales Gebäude Modell stand.
Der Altenberger Dom hat seit der Starkregenflut 2021 eine neue Krippe
Von Biesfeld geht's mit dem Auto auf der Neuensaaler Straße nach Neuensaal, dort auf der B 506 nach links nach Bechen und dort am Kreisverkehr in der Ortsmitte zweimal rechts nach Altenberg.

Nach der Starkregenflut erneuert: die Krippe im Altenberger Dom
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Nachdem die alte Krippe während des Juli-Starkregens 2021, das auch den Altenberger Dom flutete, zerstört wurde, erhielt sie im Dezember 2021 eine neue Krippe. Zu sehen ist sie im linken Querschiff der ehemaligen Klosterkirche, die als Altenberger Dom (Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal-Altenberg) heute weithin bekannt ist. Die Kirche ist täglich von 8.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, die Krippe allerdings wie in vielen anderen Kirchen auch während der Gottesdienste nicht zu besichtigen.
Stilvolle Krippe in einer faszinierend runderneuerten Stadtkirche

Die Geschichte rund um die Geburt Jesu wird im Laufe der Advents- und Weihnachtszeit in der Krippe von St. Laurentius in Gladbach dargestellt.
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Zurück geht es in die Kreisstadt, wo die Krippe in der runderneuerten Pfarrkirche St Laurentius in der Bergisch Gladbacher Stadtmitte (Laurentiusstraße, 51465 Bergisch Gladbach, täglich von 8 bis 20 Uhrgeöffnet) auch durch das neue Umfeld reizt.
Die Krippenszenerie in der Gladbacher Stadtkirche St. Laurentius verändert sich wie auch die Krippe in Biesfeld mit dem Fortgang der Weihnachtsgeschichte. Ein stimmungsvoller Abschluss.

