Nach dem Weiberfastnachtzszug in Bechen meldet die Polizei wenige Straftaten als im Vorjahr
BilanzPolizei muss beim Zug in Bechen seltener eingreifen

Der Karnevalszug in Bechen war fröhlich und friedlich, berichtet die Polizei
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Die Bilanz der Polizei nach dem Weiberfastnachtszug in Bechen fällt positiv aus. Es sei ein friedlicher und fröhlicher Karnevalszug gewesen. Im Vergleich zu den Vorjahren habe es einen deutlichen Rückgang an Straftaten und Störungen gegeben.
Wegen des schlechten Wetters, so die Polizei in der Bilanz des Donnerstags, hätten sich auch deutlich weniger Karnevalisten an der Strecke versammelt. Am Zugtag sei die Präsenz der Beamten noch einmal deutlich erhöht gewesen. Allerdings muss die Polizei auch vermelden, dass zahlreiche Jugendliche und Heranwachsende alkoholisiert gewesen seien. Wie in den Vorjahren strömten die jungen Leute hauptsächlich zum Dorfplatz/Platz am Esel.
Alkoholisiert am Esel
Die Polizei spricht im Nachbericht von einer „größeren Zahl“ junger Menschen, die rund um den „Bechener Esel“ alkoholisiert gewesen seien. Zu einem größeren Einsatz wurden die Beamten gegen 13.40 Uhr gerufen, eine halbe Stunde vor Zugstart in Neuensaal. Eine Gruppe von Personen sei durch aggressives und provokantes Auftreten aufgefallen, und zwar im Bereich des „Esels“. Es habe eine „gezielte Gefährderansprache“ gegeben.
Danach sei die Personengruppe nicht mehr in Erscheinung getreten. Die Polizei habe sie aber weiterhin im Blick gehalten. Der nächste Zwischenfall ereignete sich gegen 14.25 Uhr. Ein Mann sei beim Abbrennen von Pyrotechnik beobachtet worden, so die Polizei. Beamte kontrollierten den Mann und fanden weiteres pyrotechnische Material.
Strafanzeige angefertigt
Die Polizisten stellten die unerlaubten Dinge sicher und fertigten eine Strafanzeige gegen den Mann. Gegen 15.40 Uhr fiel ein 20-Jähriger den Beamten auf, der Wurfmaterial absichtlich in Richtung der vorbeilaufenden Zugteilnehmer warf. Außerdem versuchte der junge Mann, Personen in Richtung der Karnevalswagen zu schubsen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.
Die Polizisten schritten sofort ein und erteilten dem Mann einen Platzverweis für die Dauer des Festzugs. Eine körperliche Auseinandersetzung auch mit einer Sachbeschädigung an einem Pkw rief die Ordnungshüter um 15.50 Uhr auf den Plan. Als die Beamten eintrafen, waren die Beteiligten bereits verschwunden. Dank Zeugen konnte die Polizei dennoch Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ausstellen. Schließlich trafen die Beamten gegen 16.30 Uhr auf eine Person, die einen Platzverweis für den Karnevalszug erhalten hatte.
Die Person sei für kurze Zeit in Gewahrsam genommen worden, berichten die Beamten. Fazit der Polizei: Trotz der Zwischenfälle sei für sie weniger als in den Vorjahren zu tun gewesen. Die Kooperation mit dem Ordnungsamt und den Sicherheitsdiensten sei hervorragend gewesen.

