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Jugendzentrum„Point B“ bot Ralley für Flüchtliunge in Kürten an

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Mit Rezept und Anleitung gelang es den Teilnehmern der Rallye, die ihnen bislang unbekannten Muffins zu backen.

Kürten – Als die ersten Flüchtlinge in Begleitung ihrer Betreuer den Aufenthaltsraum des Jugendtreffs „Point B“ in Bechen betreten, sind sie sehr ruhig. Viele von ihnen haben sich zuvor noch nie gesehen, und so dauert es eine Weile, bis sie sich näher kommen. „Wir haben heute ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und denken, dass es ihnen gefallen wird“, verrät Carina Zogbaum vom katholischen Jugendzentrum „Alte Schule“.

In Kooperation mit Tina Wolle-Schuh vom Bechener Verein Bekik  hatte sie unbegleitete jugendliche Flüchtlinge zu einer ungewöhnlichen Rallye eingeladen. „Wie wollen den Jugendlichen heute die verschiedenen Einrichtungen in Kürten vorstellen, Ängste abbauen und sie animieren, künftig eine der Einrichtungen in der Nähe ihrer Unterkünfte zu besuchen“, so Zogbaum. Nach einer kurzen Begrüßung durch Tina Wolle-Schuh steht in der Küche vom „Point B“ Muffins backen auf dem Programm.

Julia Kohlgrüber hatte zuvor ein passendes Rezept herausgesucht und es ins Englische übersetzt. Mit Abdul, Rafa und Mahmoud finden sich schnell drei Freiwillige, die sich nach dem Lesen des Rezeptes an die Arbeit machen. Was ist ein Päckchen, was sind Schokostreusel, und wozu sind die Papierförmchen? Kohlgrüber erläutert ihnen alles in Ruhe. Auch wenn keiner von ihnen im Elternhaus backen gelernt hat, wie sie verraten, geht ihnen die Arbeit erstaunlich gut von der Hand.

„Bis heute Abend gegen 21.30 Uhr fahren wir mit dem Bekik-Bus mehrere  Stationen an und haben dort für die Jugendlichen verschiedene Programmpunkte vorbereitet“, erläutert Zogbaum, während die jungen Hobbybäcker in ihre Arbeit vertieft sind. Während einige Stunden später in der Jugendeinrichtung „Alte Schachtel“ in Bornen am Tischkicker noch um den Sieg gekämpft wird, haben sich die Organisatoren im wenige Kilometer entfernten Jugendzentrum „Alte Schule“ bereits auf den Besuch vorbereitet. „Wir rechnen damit, dass sie gegen 19 Uhr hier eintreffen und dann gibt es für alle leckere Pizza“, verrät Hannah Ludwig.

Zum Abschluss wollen sich alle  gemeinsam einen Mr.-Bean-Film anschauen. Ludwig: „Der Film eignet sich sehr gut, denn er lebt nicht so sehr von der Sprache, sondern durch den Darsteller.“