Acht Wochen WartezeitKürtener wegen Terminproblemen im Bürgerbüro verärgert

Bürgermeister Willi Heider hofft, dass sich die Situation im Bürgerbüro bald entspannt.
Copyright: Anton Luhr (Archivbild)
Kürten – Ziemlich rekordverdächtig waren in den vergangenen Monaten die Wartezeiten auf einen Termin im Bürgerbüro der Gemeinde. Bis zu acht Wochen mussten sich die Bürgerinnen und Bürger gedulden, etwa wenn es um die Verlängerung eines Ausweises ging. Gerade jetzt, wo Ferienreisen wieder möglich sind, eine Situation, die bei manchen Kürtenern für Verärgerung oder sogar Verzweiflung sorgte.
„Das war der Corona-Lage geschuldet“, erklärt Bürgermeister Willi Heider (parteilos) auf Nachfrage. Der Schutz der noch nicht vollständig geimpften Kollegen habe hohe Priorität, erklärt er. Die Bürger müssten zwar bei einem Besuch mit medizinischer Maske ins Rathaus kommen, es sei aber kein negativer Test auf Corona erforderlich. Das habe die Verwaltung auch juristisch geprüft. Deshalb habe immer nur ein einzelner Mitarbeiter im Bürgerbüro gearbeitet, sonst sei die Gefahr einer Ansteckung zu hoch.
Kürten: Bürgermeister hofft, dass Wartezeiten bald zurückgehen
Doppeltermine wie sonst üblich, seien vorübergehend nicht möglich gewesen. Zwischenzeitlich seien wegen des Andrangs auch an den Dienstagen die Öffnungszeiten verlängert worden. Im Ältestenrat sei mehrmals mit den Fraktionsvorsitzenden darüber gesprochen werden, dort sei der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Zähl selbst von längerer Wartezeit betroffen gewesen.
Über den SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Schmidt ist mittlerweile ein Antrag der SPD-Fraktion ans Rathaus gegangen, die Situation zu ändern. Daran arbeite die Verwaltung bereits, sagt der Bürgermeister. In Kürze könne ein zweites Büro im Rathaus für die Bürgerangelegenheiten genutzt werden.
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Er hoffe, dass die Wartezeiten danach zurückgingen. Außerdem werde die Zahl der gegen das Coronavirus Geimpften von Woche zu Woche weiter steigen. Umstrukturiert hatten die Mitarbeiter ebenfalls: ein Mitarbeiter nahm die Pass-Anträge an, an anderer Stelle gab ein weiterer Mitarbeiter die fertigen Dokumente an den Antragsteller heraus.



