Im Zukunftsausschuss der Gemeinde Kürten geht es am Mittwoch (22. Januar) um den Kommunalen Wärmeplan.
EnergieIn Kürten geht es um den Wärmeplan

In Kürten wird der Kommunale Wärmeplan erstellt. Bürger sollen mitreden.
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Politik mal anders: Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, in die kommende Sitzung des Klima-, Umwelt- und Zukunftsausschusses in Kürten zu gehen und Fragen zu stellen. Normalerweise geht dies nur nach Zustimmung der Politiker.
Es geht um die „Kommunale Wärmeplanung“, die im Ausschuss an diesem Mittwoch, 22. Januar, ab 17.30 Uhr im Rathaus vorgestellt wird. Im Dialog mit den Fachleuten, so die Verwaltung, habe jeder Anwesende die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen. In der Einladung ist auch von einer Fragerunde die Rede.
Neben den Klimamangerinnen der Verwaltung sind Vertreter des beauftragten Planungsbüros BMU Consulting und des heimischen Energieversorgers Bergische Energie und Wasser GmbH (BEW) anwesend. Die BEW ist seit vielen Jahren für das Erdgasnetz in Kürten zuständig. Die Gemeinde hofft auf zahlreiche interessierte Mitbürger. In ersten Berichten hatten die Experten die Kürtener Gegebenheiten beleuchtet.
Informationen der Experten
Aufgrund der in vielen Teilen eher dünnbesiedelten Wohngemeinde seien zentrale Wärmenetze tatsächlich nur dort sinnvoll, wo die Siedlungsstruktur stärker sei, so eine bisherige Kernaussage. In ländlichen Gebieten mache der Einsatz von Wärmenetzen wenig Sinn. Höchstens in dichter besiedelten Wohngebieten sei dies anders, beispielhaft wurde der Ortsteil Bechen genannt. Auch Ratschläge soll es geben.
Wie dies vor Ort gelingen könnte, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Auswirkungen dies auf die Bürger haben könnte, wird Teil der Ausführungen am 22. Januar sein. Auch Ratschläge für Haushalte, für die kein Wärmenetz infrage kommt, sollen auf der Ausschusssitzung erörtert werden.
Finanzierung wird ein Thema
Letztlich geht es auch um die Finanzierung möglicher Maßnahmen und die Umstellung von Heizungssystemen in einzelnen Haushalten. Mit dem Vortrag ist das Thema Kommunale Wärmeplanung nicht abgeschlossen für die Kommune.
Nach Abschluss des Berichts, voraussichtlich Ende Januar, gibt es eine Frist von 30 Tagen, in der die Öffentlichkeit Einwände und Hinweise zum Wärmeplan einbringen kann.
Anschließend soll es Ende März eine weitere Beratung im Fachausschuss geben. Einen Beschluss im Gemeinderat strebt die Verwaltung für den 9. April an Das ist alles noch etwas Zukunftsmusik. Zunächst soll der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen.
Für die Verwaltung ist die Wärmeplanung auch ein wichtiger Baustein, um in einigen Jahren die geforderte Klimaneutralität zu erreichen. Spätestens 2045 soll dies auch in Kürten gelungen sein.


