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KommentarNach dem Krach in Kürten müssen Bürgermeister und Rat im Gespräch bleiben

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Über die Sanierung der Gesamtschule wird in Kürten seit Jahren beraten.

Kürten – Gewitter reinigen die Luft, heißt es bei alten Ehepaaren. Ein Streit kann immer mal passieren, nur muss er ausgeräumt sein, wenn man abends schlafen geht.

In Kürten hat es auch ein Gewitter gegeben. Blitz und Donner gingen auf den parteilosen Bürgermeister Willi Heider nieder, der sich völlig überrascht zeigte. Die Vorwürfe in Richtung des Verwaltungschefs mögen für den Außenstehenden nicht wirklich überraschend gekommen sein, für Heider selbst offenbar schon. Aber es ist in allen Lebenslagen besser, Dinge offen und direkt anzusprechen als in Abwesenheit des Gescholtenen über ihn zu sprechen.

Konflikt schwelte schon länger

Das trifft auch auf die Kürtener Akteure zu. Jetzt hat die Kooperation ausgesprochen, was bei ihr seit einiger Zeit im Untergrund schwelte. Die Bürger können sich selbst ein Bild machen, ob die Anwürfe berechtigt sind oder nicht. Tatsache ist, dass Willi Heider zweimal das Ticket ins Rathaus bei den Wahlen eroberte, zweimal gegen einen CDU-Bewerber. Heider ist beliebt und in die Rolle des Bürgermeisters hineingewachsen.

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Fakt ist auch: Nicht alles gelang ihm in der Verwaltung, und manche Projekte entwickeln sich sehr zäh. Noch eines ist Fakt: Auch bei seinem langjährigen CDU-Vorgänger im Bürgermeisteramt zog sich manches hin.

Es muss nicht gleich Freundschaft sein

Zum Wohle der Bürger wäre es wichtig, dass die Akteure wieder eine Gesprächsebene miteinander finden. Es muss ja nicht gleich Freundschaft sein, das gemeinsame Arbeiten für die Gemeinde reicht dafür schon. Wie gesagt: Gewitter reinigen die Luft. Aber danach muss es eine Chance auf Verständigung gegen, für alle Seiten.