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Einhaltung des Pariser Abkommens So klimafreundlich wird Kürtens neue Siedlung

Eine Solaranlage liegt auf dem Dach eines Gebäudes.

Die neue Klimaschutzsiedlung in Kürten soll in die Planung gehen. 

Um auf kommunaler Ebene Weichen für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu stellen, plant Kürten die erste Klimaschutzsiedlung. 

Besondere ökologische Akzente beabsichtigen die Bauträger einer sogenannten Klimaschutzsiedlung in Kürten-Schanze zu setzen. Mitte Januar soll im Planungsausschuss die frühzeitige Beteiligung der Bürger beschlossen werden, eine Bebauung soll auf etwa 22 Baugrundstücken kommen, mit einer Erschließung über die Bechener Straße. Errichtet werden soll die Siedlung in Richtung der Grenze zur Gemeinde Odenthal.

Um die auf der Klimakonferenz von Paris vereinbarten und völkerrechtlich verbindlichen Klimaziele zu erreichen, müssten frühzeitig auch auf kommunaler Ebene die Weichen gestellt werden, heißt es bei den Investoren. Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen, höchste Dämmstandards und Elektromobilität sollen demzufolge in der neuen Siedlung verwirklicht werden.

Kürtener Ortsteil soll mit Klimaschutzsiedlung auch verdichtet werden

Der Ortsteil soll mit der neuen Siedlung verdichtet, die vorhanden Potenziale für Bauflächen genutzt werden. Behutsam soll, so die Investoren, die neue Planung in den Ortsteil integriert werden, die Anbindung des Verkehres für die Umgebung verträglich erfolgen. Geplant ist in Schanze eine Mischung von nicht störenden gewerblichen Nutzungen und Wohnen.

Entstehen soll die Klimaschutzsiedlung als Mischgebiet. Gerade an diesem Mischgebiet hatten sich zuletzt Verwaltung, Politik und Projektplaner verhakelt.

Mögliche Wohn- und Gewerbenutzung in Klimaschutzsiedlung

Der Politik schwebt eine möglichst 50:50-Mischung beider Nutzungsarten vor, in den letzten Beratungen ging es an dieser Stelle nicht entscheiden voran. Die Bauordnung schweige sich dazu aber aus, sagen die Planer im Rathaus. Genannt werde lediglich eine qualitative und quantitative Durchmischung des Gebiets mit Wohn- und Gewerbenutzungen. Die Politiker hatten Entscheidungen bislang zurückgestellt. Nun könnte die Wende kommen.

Nach juristischer Beratung hat das Planungsamt der Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag erarbeitet. In diesem ist die bindende Verpflichtung eingebaut, auf mindestens 50 Prozent der Grundstücke im Plangebiet Nutzungen anzusiedeln, in denen sich mindestens eine Gewerbe-Einheit befindet.

Die Verwaltung betont, dass dieser juristisch abgesicherte Vertrag dem Wunsch der Politik nach einer Mischung des Gebietes entspreche. Unter die gewerbliche Nutzung fielen auch Freiberufler, die ihrer Tätigkeit auch in Wohngebieten nachgehen könnten. Der Entwurf des Vertrags sei jetzt Basis, um im Projekt weiter voran zu kommen.