Preise steigen um fünf ProzentKürtener werden für Müll mehr zahlen müssen

In Kürten steigen die Kosten für Müllentsorgung im kommenden Jahr.
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Kürten – Alles wird teurer, auch der Müll in der Gemeinde Kürten. Auf eine Preissteigerung von rund fünf Prozent müssen sich die Bürgerinnen und Bürger ab Januar 2022 einstellen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Verbandsversammlung Ende November setzt der Bergische Abfallwirtschaftsverband künftig 45 Cent pro Kilogramm Restmüll an, bislang waren es 43 Cent.
Für Bioabfälle berechnet der BAV ab Januar 28 Cent pro Kilogramm, zuvor 26. Die jährliche Einwohner-Gebühr, von jedem in der Gemeinde zu zahlen, klettert um sieben Prozent von 24,07 Euro auf 25,78 Euro. Die Grundgebühr für die Biotonne verändert sich von 7,56 Euro auf 8,04 Euro.
Vierköpfige Familie zahlt etwa 18 Euro mehr pro Jahr
Im Beirat für Abfallentsorgung begründete die BAV-Geschäftsführerin Monika Lichtinghagen-Wirths die Steigerungen mit der Verteuerung, die es in vielen Bereichen gebe. Der Transport der Abfälle sei teurer geworden, die Kosten der Müllverbrennung in der Anlage Leverkusen auch. In der umfassenden Jahreskalkulation des BAV steigen die Gesamtkosten der Entsorgung von knapp 1,6 Millionen Euro auf rund 1,7 Millionen. Für einen Ein-Personen-Haushalt erhöhen sich die jährlichen Kosten bei einem durchschnittlichen Müllaufkommen von 85,89 Euro auf 90,69 Euro. Eine vierköpfige Familie zahlt statt 308 Euro künftig 326 Euro.
In der Kalkulation des Abfallverbands steigt für 2022 die angelieferte Müllmenge. Beim Hausmüll berechnet der Verband 1710 Tonnen (2021: 1680), bei den Bioabfällen 950 Tonnen (930). Beim Sperrmüll erwartet der BAV 850 Tonnen (790). Keine Veränderungen soll es beim wilden Müll und den öffentlichen Papierkörben geben: Hier werden weiterhin 50 Tonnen pro Jahr angenommen. Gleichbleibend auch die Menge des Papiers mit 1360 Tonnen.
Verwaltung und Politik wollen Rückkehr zu gelben Tonnen
Zur Frage, ob ab 1. Januar 2023 in der Gemeinde wieder Gelbe Tonnen für die Entsorgung der Leichtverpackungen eingeführt werden, verwies die Geschäftsführerin auf die Ausschreibung der Vertragspartner Duale Systeme im Frühjahr 2022.
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Laut politischem Beschluss soll bei den Verhandlungen darauf hingewirkt werden, dass die Kürtener ihre Gelben Tonnen zurückbekommen, unter Beibehaltung des Wiegesystems. Seit 2020 werden Leichtverpackungen in der Gemeinde nur in Gelben Säcken abgeholt.
Das Wiegesystem verursache zu viele absichtliche Fehlwürfe in den Gelben Tonnen, hatten die Dualen Systeme den Wechsel begründet. Verwaltung und Politik wollen in den anstehenden Verhandlungen eine Rückkehr zu den Gelben Tonnen erreichen.



