Leerstand in KürtenNur wenige Gebäude werden nicht genutzt

Kürten-Unterfeld (Archivbild)
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Kürten – Die Kürtener Gemeindeverwaltung hat den Leerstand von Gebäuden im Gemeindegebiet ermittelt. Mit dem Ergebnis ist sie zufrieden. Nur etwa drei Prozent der Gebäude stehen leer. Als kritisch gilt eine Marke ab zehn Prozent. Für die Zahlen sind die Mitarbeiter des Rathauses nicht von Tür zu Tür gezogen und haben geklingelt. Sie haben stattdessen Einwohnermeldedaten und Gewerbeanmeldungen mit dem Geo-Informations-System (GIS) verbunden. Betrachtet wurden alle Gebäude mit Hausnummern und solche, die im Kataster als Gewerbegebäude eingetragen sind. Nebengebäude, Schuppen und Stallungen ohne Hausnummer fielen raus.
Falls tatsächlich weder ein Einwohner gemeldet noch ein Gewerbebetrieb angemeldet war, überprüften die Kollegen das Gebäude. Derart akribisch ist auch das Zahlenwerk, das nun vorliegt: Von 6379 Gebäuden waren 4430 reine Wohngebäude (70 Prozent), 1145 gemischte Nutzungen (18 Prozent), 217 Gewerbe (drei Prozent), 372 sonstige Nutzungen wie Nebengebäude und Wochenendhäuser (sechs Prozent). Lediglich 215 Gebäude stehen leer. Zuletzt hatten die Kürtener 2010 ihre Leerstandsquote ermittelt (3,9 Prozent, NRW: 9,1 Prozent). Wunsch der Politik ist es, regelmäßig diese Zahlen auf den Tisch zu bekommen. So soll bei Veränderungen schnell gegengesteuert werden können.
Altersstruktur wandelt sich
Am Beispiel der Wohnsiedlungen in den Ortslagen Eichhof und Sülze (Siedlung Lange Gasse) hat die Verwaltung zudem Resultate zur Altersstruktur der Hauseigentümer ermittelt. Während 2010 in Eichhof rund 36 Prozent und in Sülze rund 42 Prozent der Wohnungseigentümer 65 Jahre und älter waren, hat sich zwischenzeitlich eine Verjüngung ergeben. Aktuell liegen Eichhof bei 23 und Sülze bei 32 Prozent. Offenbar hat es viele Fälle gegeben, bei denen die Immobilie aus Altersgründen in jüngere Hände übergegangen ist und sich die Eigentümer wohnlich kleiner gesetzt haben. Auch diese Altersentwicklung wird die Gemeinde mit Blick auf die beiden exemplarischen Ortsteile weiter beobachten.
