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ÖPNV Im Bus um Dhünn-Talsperre – Kreis prüft neuen Rundverkehr

Luftbild der Großen Dhüntalsperre

Die Große Dhünntalsperre aus der Luft

Seit ihrem Bau Anfang der 80er Jahre hat die Große Dhünn-Talsperre zahlreiche Verkehrsverbindungen in der Mitte des Rheinisch-Bergischen Kreises gekappt. Jetzt soll ein neuer Rundverkehr Getrenntes wieder verbinden.

Verstopfte Parkplätze, gefährlich zugeparkte Straßen und viel zu viele Autos rund um ein wasser- und naturschutzrechtlich gesperrtes Kleinod inmitten des Kreisgebiets – gerade im Sommer ist der Besucheransturm auf die Wege (und bedauerlicherweise nicht nur die) rund um die Große Dhünn-Talsperre groß. Um Natur und Gewässer zu schützen, gibt es seit diesem Frühjahr nochmals verstärkte Patrouillen, nun mit ordnungsbehördlicher Unterstützung durch das Kreisumweltamt.

Um das Verkehrsproblem zu entschärfen, könnte ein Antrag von CDU und Grünen im Kreisverkehrsausschuss Linderung bringen: Sie würden gerne einen Bus-Rundverkehr um die Talsperre einrichten lassen. In Kombination mit einer bereits beschlossenen Verbindung von Odenthal nach Kürten-Bechen haben CDU und Grüne vorgeschlagen, die Fortführung der Linie über Weiden, Laudenberg und Halzenberg östlich der Talsperre nach Wermelskirchen fortzuführen und zugleich von Wermelskirchen eine umsteigefreie Busverbindung nach Odenthal über Dabringhausen zu prüfen.

Rundwanderweg um die Talsperre ist 40 Kilometer lang

Damit könnte man per Bus jeden größeren Ausgangspunkt rund um die Talsperre erreichen und zugleich gegebenenfalls bei Streckenwanderungen den Rückweg ebenfalls per Bus meistern. Schließlich dürfte der ausgewiesene Talsperrenrundwanderweg mit rund 40 Kilometern den meisten Genusswanderern für eine Tageswanderung doch etwas zu lang sein.

Im Frühjahr hatten CDU und Grüne als die beiden Mehrheitsfraktionen im Kreistag zwar in dessen Verkehrsausschuss noch einen Vorstoß der Freien Wähler abgelehnt, eine erste Busverbindung östlich der Talsperre zwischen Wermelskirchen und Kürten einzurichten. Der nun eingebrachte schwarz-grüne Antrag aber nimmt den Antrag der Freien Wähler mit auf.

Die rot-grüne „Notbremse“ aus dem Frühjahr war denn auch in der jüngsten Verkehrsausschusssitzung rasch ad acta gelegt und Ausschussmitglied Henning Rehse (Freie Wähler) gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass der eigene Antrag „in größerem Zusammenhang“ aufgegriffen werde. Einstimmig votierte der Ausschuss am Ende für eine Prüfung des Rundverkehrs um die Große Dhünn-Talsperre.