Die Kürtener Verwaltungsspitze spricht mit der Bezirksregierung über die Planungen. Es wird auch um die Streichung von Teilprojekten gehen.
Gespräche in KölnWas kann sich Kürten bei der städtebaulichen Gestaltung noch leisten?

Die Umgestaltung des zentralen Karlheinz-Stockhausen-Platzes in Kürten ist schon länger ein Thema.
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Kürtens städtebauliche Zukunft: Sie ist eng verbunden mit dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (Isek). Rund 2,7 Millionen Euro an Fördergeldern könnten in den nächsten zehn Jahren nach Kürten fließen, bei Gesamtausgaben von rund 4,5 Millionen. Die Kommune müsste einen Eigenanteil von 40 Prozent leisten, nach jüngster Berechnung sind das rund 1,8 Millionen Euro.
Die Frage: Kann sich die Kommune dies angesichts der künftigen Defizite von vier und mehr Millionen Euro jährlich leisten? Auch das Jahrhundertprojekt der Schulsanierung spielt eine entscheidende Rolle, 124 Millionen Euro kommen auf die Verwaltung zu. Die „Bürger für Bürger“ hatten schon im vergangenen Jahr eine Kostenanalyse für Isek beantragt und ein Konzept fürs Weglassen ins Spiel gebracht. Angesicht knappster Mehrheiten für Isek scheint ein Abspecken nicht unwahrscheinlich.
Kürtener Verwaltungsspitze spricht mit der Bezirksregierung
Am Donnerstag trifft sich die Verwaltungsspitze mit Bürgermeister Mario Bredow (parteilos) bei der Bezirksregierung. Es geht um die Fortführung des Programms und um das Weglassen von Teilprojekten. Gemeint ist dabei nicht das Kernprojekt, die Umgestaltung des Karlheinz-Stockhausen-Platzes. Auch steht die Neugestaltung der Außenanlagen am Schulzentrum nach Abschluss der Sanierung weit oben auf der Liste von Verwaltung und Politik. Radwege und Querungshilfen sollen ebenfalls neu angelegt werden und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden deutlich erhöhen.
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Eher wird es um die Sinnhaftigkeit von „Grünen Trittsteinen“ im Ortskern gehen. Gerade zu diesem Teilprojekt war in den letzten Wochen das Geraune der politischen Entscheider groß.Knapp unter 310.000 Euro kalkuliert die Verwaltung derzeit, das ist für manche Ratspolitiker deutlich mehr als eine Ausgabe aus der Portokasse. Es geht um grüne Hingucker und Verbindungen zwischen den Ortsteilen an der Wipperfürther Straße und dem sogenannten Oberdorf.
Grüne Trittsteine sind in der Diskussion
Der Kreuzungsbereich von Wipperfürther und Bergstraße soll aufgehübscht werden, im Bereich der Wohnstraße „Am Hang“ sehen die Landschaftsplaner Potenzial, am Kirchplatz und gegenüberliegend am Platz vor dem Jugendzentrum. Stichpunkte sind bei den Trittsteinen etwa der Aufbau von weiteren Sitzgelegenheiten, Platzöffnungen, Barrierefreiheit und Gestaltungselemente für alle Generationen.
An der Hauptkreuzung an der Bergstraße soll ein repräsentatives Musikspiel-Gerät installiert werden. Vor allem Kinder sollen angesprochen werden und kurz verweilen. Damit werde auch die Verbindung zum Karlheinz-Stockgasen-Platz vertieft. Beim Treffen in Köln werden die Vertreter aus Kürten nachfragen, was aus dem Gesamtkonzept gestrichen werden kann, ohne die Förderung in Gänze zu gefährden. Die Trittsteine wären dafür Kandidaten.
Beim Karlheinz-Stockhausen-Platz wollen die Kürtener in Erfahrung bringen, wie es mit der Entsiegelung der Fläche ausschaut. Nach jetziger Information soll die Hälfte der gepflasterten Fläche entsiegelt werden und damit dann auch als Parkplatz wegfallen. Ideen der Planer gehen aktuell der Frage nach, ob auch auf den entsiegelten Flächen Parkplätze entstehen könnten. Über den Antrag der „Bürger für Bürger“ soll im kommenden Planungsausschuss beraten werden, dann mit ergänzenden Informationen aus dem Treffen in Köln.

