Bürgerinnen und Bürger können der FDP besonders gefährliche Stolperfallen melden, um ein erstes Kataster der Gehwegschäden anzulegen.
StolperfallenFDP Odenthal will marode Bürgersteige im Ort mit Geld vom Land sanieren

Abgesackte Bordsteinkanten, hochstehende Kanaldecken oder bröckelnder Asphalt können zu Stolperfallen werden.
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Die FDP will den Stolperfallen den Kampf ansagen. Sie fordert die Sanierung schadhafter Bürgersteige und Straßen im Gemeindegebiet und hat dazu einen politischen Antrag eingebracht. Parallel dazu fordern die Liberalen die Bürger und Bürgerinnen Odenthals zur Mithilfe auf. Sie werden gebeten, der FDP Wege im Ort zu nennen, die besonders starke Schäden aufweisen. Ein entsprechendes Faltblatt hat die FDP vorbereitet.
„Viele Bürgersteige und Straßen in Odenthal sind marode“, begründet die FDP ihre Initiative. Das erhöhe das Risiko zu stürzen erheblich, insbesondere für ältere Menschen oder für Personen, die auf Rollatoren angewiesen seien. Holprige Bürgersteige seien aber auch für Eltern mit Kinderwagen ein Problem. Deshalb stellt die FDP den Antrag, die Bürgersteige zu sanieren.
Alle Gehwege der Gemeinde sollen auf Schäden überprüft werden
Dazu sollen alle Gehwege der Gemeinde unverzüglich auf Schäden überprüft und erforderliche Reparaturen durchgeführt werden. Zudem sollen die Bürgersteige regelmäßig gewartet werden. Die FDP stellt sich einen „dreijährigen Prüfzyklus“ vor, um sicherzustellen, dass die Wege in einwandfreiem Zustand erhalten bleiben. Zudem müsse der 2019 aufgestellte Plan der sanierungsbedürftigen Straßen aktualisiert werden, die notwendigen Reparaturarbeiten neu terminiert werden.
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Zur Finanzierung will die FDP auf die Mittel zurückgreifen, die das Land mit dem „NRW-Infrastrukturgesetz 2025 bis 2036“ bietet. Aus diesem Investitionsprogramm erhält Odenthal 6,5 Millionen. Zur Verwendung des Geldes hatte die Verwaltung erste Vorschläge gemacht. Eine lange Auflistung der Notwendigkeiten. Genannt werden unter anderem die Sanierung der Schulen in Voiswinkel und Eikamp, die Parkraumerweiterung im Ortszentrum, die Sanierung einiger Straßen sowie des Trinkwassernetzes und einige neue Katastrophenschutzalarmierungen, sprich Sirenen.
Odenthal erhält 6,5 Millionen Euro aus dem Investitionstopf des Landes
„Die Bürgersteige befanden sich bisher nicht darauf“, so André Schade, Fachbereichsleiter Bauen und Technische Dienste auf Nachfrage. Sie seien nun aufgenommen worden und die Politik müsse darüber befinden. Alle Wünsche werde man ohnehin nicht mit den 6,5 Millionen Euro realisieren können. „Die Summe hört sich groß an, aber den Investitionsstau wird sie nicht beheben“, sagte er, auch wenn es die Möglichkeit gebe, über die Pauschale hinaus aus dem NRW-Investitionstopf noch weitere Förderung zu beantragen. Klar sei aber: „Alles soll den Bürgern zugutekommen“.
Von den insgesamt 31,2 Milliarden Euro des „NRW-Plans für gute Infrastruktur“ entfallen 21,3 Milliarden (68,3 Prozent) auf die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Der größte Teil der Investitionsmittel stammt mit 21,1 Milliarden Euro aus dem NRW-Anteil am Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes in Höhe von insgesamt 100 Milliarden Euro. 147 Millionen Euro aus dem landesweiten Milliardenprogramm sollen dem Rheinisch-Bergischen Kreis mit seinen acht Kommunen und der Kreisverwaltung zur Verfügung gestellt werden – verteilt auf zwölf Jahre.
Berechnet nach Kopfzahl, entfallen auf Bergisch Gladbach 45,4 Millionen Euro, Rösrath erhält 11,7 Millionen Euro, Overath 11,4 Millionen Euro, Kürten 9 Millionen Euro, Odenthal 6,5 Millionen Euro, Leichlingen 11,3 Millionen Euro, Burscheid 7,8 Millionen Euro, Wermelskirchen 14,2 Millionen Euro und an die Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises gehen 29,4 Millionen Euro.

