Die Zweitliga-Handballerinnen unterliegen dem HSV Solingen-Gräfrath 25:32.
HandballTSV Bayer 04 Leverkusen ist wieder Tabellenschlusslicht

Angeschlagen: Leverkusens Denise Mol
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Bereits am Samstagabend verschärfte sich die Lage noch einmal für den TSV Bayer 04 Leverkusen. Der erneut abstiegsbedrohte Bundesliga-Absteiger rutschte wieder auf den letzten Platz der 2. Handball-Bundesliga ab. Die SG Kirchhof war mit einem überraschenden 28:27 (18:12)-Heimerfolg gegen den Bergischen HC an den Werkselfen vorbeigezogen. Der TuS Lintfort (27:37 gegen die Füchse Berlin) und die Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten (29:33 gegen den 1. FSV Mainz 05) hatten beide das Nachsehen. Und so waren die Vorzeichen klar: Der TSV Bayer 04 brauchte im Derby am Sonntag gegen den HSV Solingen-Gräfrath einen Zähler, um nicht mit der Roten Laterne den Spieltag abzuschließen, und einen Heimsieg, um die Abstiegszone zu verlassen. Das gelang jedoch nicht. Mit 25:32 (12:14) musste sich Leverkusen dem HSV geschlagen geben.
Leverkusen legt gut los
Die Drucksituation im Abstiegskampf hatten die Schützlinge von Bayers Interimstrainerin Sybille Gruner dabei zunächst offenbar gut abgeschüttelt, legten sie doch mit einer 4:0-Serie in den ersten rund sechs Minuten gut vor. Dann kassierten sie aber bis zur zehnten Spielminute auch vier Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Danach gaben die Gastgeberinnen wieder den Ton an bis zu einer Fußverletzung von Denise Mol, die Mitte der ersten Halbzeit vom Feld genommen werden musste. „Da haben wir ein bisschen den Faden verloren“, sagte Gruner. In der Folge gelang Solingen eine 5:0-Serie zur zwischenzeitlichen 12:9-Führung, die die Gäste sogar auf 14:10 (28.) noch ausbauen konnten. Bayer verkürzte aber noch zum 12:14-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel konnte Mol wieder mitmischen, allerdings nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Leverkusen kämpfte sich in dieser zweiten Spielhälfte immer wieder ein wenig heran, hatte dann aber doch wieder das Nachsehen gegen starke Solingerinnen. Am Ende stand der verdiente Derbysieg für die Gäste zu Buche, wenn auch ein, zwei Tore zu hoch, wie Gruner anmerkte. „Solingen war einfach besser. Normalniveau reicht gegen so einen Gegner nicht. Alle müssen top spielen, damit wir da etwas holen können“, sagte die 56-Jährige, die sich zumindest über das Comeback von Lea Flohr freuen durfte: „Es ist schön, dass wir ihr ein bisschen Spielzeit geben konnten.“ Und die 23-Jährige dankte es direkt einmal mit zwei Treffern.

