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OdenthalGemeinde plant Verkehrsentwicklungsplan mit breiter Bürgerbeteiligung

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So geht es ja noch: Oft genug aber ist Odenthal vom Stau verstopft.

Odenthal – Überlastete Straßen, Baustellen, die den Verkehrsfluss ins Stocken geraten lassen oder abgelegene Ortslagen, die nur schlecht ohne Auto zu erreichen sind. Verkehrsprobleme kennt auch die Gemeinde Odenthal und macht mobil. Um sich auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten, wird im Rathaus gerade am Verkehrsentwicklungsplan gearbeitet.

Damit setze man ein wichtiges Vorhaben der Gemeindeentwicklungsstrategie um, erläuterte Bürgermeister Robert Lennerts. Mit ins Boot hat man die Fachbüros Isaplan Ingenieur GmbH aus Leverkusen und das Planungsbüro Via eG aus Köln geholt. Auf den Prüfstand sollen alle Formen der Mobilität kommen, von der Urform Per Pedes, über E-Bikes bis hin zu Autos und Bussen.

15 Fragen zum Thema Mobilität

Neben den Fachleuten sollen aber auch die Experten vor Ort den Planungsprozess mitgestalten: „Die Menschen, die hier wohnen, kennen die Probleme und Defizit am besten“, begründete Svenja Gest von Isaplan, warum ein zentraler Punkt des Verfahrens die Bürgerbeteiligung sein soll.

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Um den Status Quo zu ermitteln und Anregungen für Verbesserungen zu bekommen, sollen mit dem nächsten Amtsblatt Fragebögen an alle Haushalte verschickt werden. „Er enthält 15 Fragen zum Thema Mobilität“, so Christoph Hagen von der Abteilung Wirtschaftsförderung. Ab dem 11. Juli ist der Katalog auch im Internet auf der Homepage der Gemeinde zu finden. Antworten können bis zum 11. August zurückgeschickt werden.

Gute Angebote existieren bereits, bessere Vernetzung

Geplant ist zudem ein Fußgänger-Check. Er betrifft die normalen Alltagswege in der Gemeinde und wie sie erleichtert werden können. „Welche Barrieren gibt es für Senioren? Wo traut sich ein Kind nicht über die Straße? Und was kann die Gemeinde tun, um die Situation zu verbessern?“, nannte Herbert Eidam vom Via-Planungsbüro einige der Aufgabenstellungen.

Dabei müsse man nicht immer das Rad neu erfinden. Gute Angebote, wie verbesserte Bus-Takte, die Ladestation für Elektroautos vor dem Bürgerbüro oder die Initiative des Bürgerbusses existierten ja bereits, müssten aber besser vernetzt und öffentlich gemacht werden. Man müsse Anreize schaffen, damit Menschen neue Formen der Mobilität für sich entdeckten, meinten die Planer.

Die erste Bürgerversammlung ist für den 30. Oktober, 19 Uhr, in der Mehrzweckhalle in Blecher geplant. Fürs gesamte Projekt ist ein Jahr vorgesehen.