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Kommentar zum neuen Schwarzbau-KapitelOverath zwischen Rigidität und Klugheit

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Idyllisch gelegen: Die Wohnhäuser an der Agger.

Overath – Die Overather Stadtverwaltung erweckt mit ihren neuerlichen Vorstößen in Sachen Klef-Schwarzbauten-Bekämpfung den Eindruck einer enormen Unerbittlichkeit.

Mit der ganzen Wucht des ihr zur Verfügung stehenden Verwaltungsapparates und den großen finanziellen Mitteln, die ihr für die Durchsetzung dessen, was sie für Recht hält, zur Verfügung stehen, arbeitet sie jetzt die Fälle der weniger als 20 Bürgerinnen und Bürger ab, die in Klef schwarz gebaut oder schwarz vergrößert oder Schwarzbauten gekauft oder geerbt haben.

Die Begründung von Bürgermeister Christoph Nicodemus und des Beigeordneten Thorsten Steinwartz ist immerhin nicht abwegig oder willkürlich. Es würde tatsächlich einen Unterschied machen, ob jemand sorgfältig seine Lage geprüft und erst nach Rücksprache mit dem damaligen Bürgermeister investiert hat oder ob er oder sie im Wissen um die Illegalität erst jetzt gekauft hat und damit durchzukommen hofft.

Doch auch wenn das Handeln der Stadtverwaltung nach ihrem teilweisen Einlenken von Anfang Mai weder willkürlich noch skandalös ist: Ob ihre Rigidität auch das Klügste ist, was sie tun kann, um weiteren Schaden abzuwenden, steht auf einem anderen Blatt.