Abo

Großbrand in RösrathStadt weist Kritik wegen Löschwasser zurück

2 min

Rösrath – Auf die schriftliche Kritik eines Anwohners nach dem Großbrand in Rösrath-Großhecken hat Bürgermeister Marcus Mombauer am Donnerstag mit einer Stellungnahme reagiert. Rechtsanwalt Volker Klein, der 100 Meter neben dem am Donnerstag vollständig niedergebrannten Mehrfamilienhauses wohnt und die Brandbekämpfung verfolgte, hatte der Stadt vorgeworfen, dass der Feuerwehr für das Löschen nicht genügend Wasser zur Verfügung gestanden habe.

Bürgermeister lobt Einsatz

Wertvolle Zeit, so Klein, sei verloren gegangen, weil eine angeschlossene Pumpe im 500 Meter weit entfernten Löschteich ausgefallen sei und eine Ersatzpumpe habe besorgt werden müssen. Dann habe erst eine Leitung ins mehr als einen Kilometer entfernte Lohmar-Honrath gelegen werden müssen.

Dass es zwischenzeitlich einen Löschwasserengpass gegeben hat, bestätigte Einsatzleiter Dirk Abels von der Rösrather Feuerwehr gestern auf Nachfrage. In der offiziellen Erklärung der Stadt heißt es hingegen: „Die Kapazität der Löschwasserbereitstellung am Brandtag war nicht nur jederzeit ausreichend, sondern ging sogar erheblich über die Anforderung des Grundschutzes hinaus.“

Die Kritik des Anwohners kann Abel nicht nachvollziehen. Dass das Haus vollständig abbrennt, sei nicht zu verhindern gewesen – das Haus habe „lichterloh gebrannt“. Bei einem großen Brand mit hohem Wasserbedarf in dezentraler Lage sei es normal, „dass ich da aus weiter Entfernung Wasser brauche“.

Grundsätzlich, so erklärt er, rücke die Feuerwehr bei einem Brand mit Löschfahrzeugen an, deren Wasserladung aber nur für kleinere bis mittlere Brände ausreichend sei. Als die Feuerwehr eingetroffen sei und feststellte, dass es sich um ein großes Feuer handelte, sei man „direkt an den Hydranten rangegangen“, um eine gute Wasserversorgung zu garantieren. Diese habe nicht mehr ausgereicht, als immer mehr Rohre eingesetzt werden mussten, um ein Übergreifen des Feuers auf das Nachbarhaus zu verhindern. Abels bestätigt, dass eine im rund 500 Meter entfernten Löschteich eingesetzte Pumpe ausgefallen sei, aber „ohne große zeitliche Verzögerung“ ausgewechselt wurde. Parallel dazu sei bereits die lange Leitung nach Lohmar gelegt worden. Zusätzlich hätten Feuerwehrleute aus Köln und vom Flughafen in Bereitschaft gestanden.

Der Anwohner hatte außerdem kritisiert, dass die Löschgruppe Hoffnungsthal vor fünf oder sechs Jahren eine Übung durchgeführt habe, die das Problem des Wassermangels in seinen Augen gezeigt habe. Das Statement der Stadt: „Ob in der Vergangenheit bei einer einzelnen Feuerwehrübung Probleme bestanden haben, kann nicht mehr nachvollzogen werden.“ Mombauer: „Die am Schadentag durch die Einsatzkräfte geleistete Arbeit war vorbildlich.“